Die Pestalozzi-Realschule, die Lessing-Realschule und das Bildungs- und Beratungszentrum für Hörgeschädigte Stegen haben etwas gemeinsam: Alle wurden mit dem Titel „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" ausgezeichnet, weil sich ihre Schüler und Lehrer verpflichtet haben, sich aktiv für Toleranz und Offenheit sowie gegen Rassismus und Diskriminierung einzusetzen. Ein Vorhaben, bei dem der SC die Schulen als Pate unterstützt.

Bei der zweiten Auflage des „Freunde statt Fremde"-Cups, den der Sport-Club am internationalen Tag gegen Rassismus (21. März) an der Pestalozzi-Realschule in Freiburg organisierte, begegneten sich die fünften bis zehnten Klassen dieser Schulen nicht nur auf, sondern auch neben dem Platz.


Bei der Veranstaltung ging es nämlich wortwörtlich um „mehr als Fußball". Während die Klassen acht bis zehn in einem ersten Abschnitt in der Turnhalle um den Turniersieg spielten, setzten sich die Fünft-, Sechst- und Siebtklässler in einem Workshop unter Anleitung der Referenten Patrick Wallner und Babek Saadati inhaltlich mit Rassismus und Diskriminierung auseinander. Für die zweite Halbzeit des Turniertages tauschten die beiden Altersgruppen die Plätze.

Besonders erfolgreich verlief das Turnier für die Pestalozzi-Realschule, die sich nicht nur erneut als guter Gastgeber präsentierte, sondern auch in beiden Altersgruppen den Turniersieg holte. Abgerundet wurde die Veranstaltung durch eine Siegerehrung, bei der jeder Teilnehmer einen Preis bekam, und ein gemeinsames Mittagessen,  das die Pestalozzi-Realschule spendierte. Am Ende eines bewegten Vormittags waren sich alle Beteiligte einig: Auch die  zweite Auflage des "Freunde statt Fremde"-Cups war ein voller Erfolg.

 

Hintergrund „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage"

„Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" ist eine europäische Jugendinitiative. Nationale Koordinierungsstellen gibt es in Belgien, wo das Projekt entstand, Deutschland, Spanien, Österreich und den Niederlanden. Die Koordinierungsstellen verfolgen in allen beteiligten Ländern folgende Grundidee: Schulen, die sich dem Netzwerk anschließen, einigen sich in einer Selbstverpflichtung mehrheitlich darauf, aktiv gegen Rassismus vorzugehen. Eine Schule bekommt den Titel „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage", wenn mindestens 70 Prozent aller Menschen an einer Schule diese Selbstverpflichtung unterschrieben haben.

Über diese Grundidee hinaus wird das Projekt in den einzelnen Ländern unterschiedlich umgesetzt. In Deutschland gibt es mittlerweile 2000 Schulen, die sich den Titel „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" verdienen konnten.