Mit der Erläuterung des Konzepts der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit (GMF) führte Mathieu Coquelin ins Thema ein. Dieses von Wilhelm Heitmeyer entwickelte Konzept veranschaulicht Abwertungsprozesse aufgrund von Gruppenzugehörigkeiten. Mit Gruppenübungen wurde das theoretische Konzept verdeutlicht und Abgrenzungsmechanismen erfahrbar gemacht.

 


Im Anschluss folgten von Angelika Vogt Begriffsklärungen und -abgrenzungen zu „Hate speech im Internet“ sowie die Einordnung in den rechtlichen Rahmen: Hate speech und Fake News fallen strafrechtlich häufig unter die Straftatbestände Verleumdung, Beleidigung, Üble Nachrede und Volksverhetzung.
In einem weiteren Input referierte Sinja Wernz über verschiedene Formen von Hate speech im Internet und zeigte, welche „Strategien“ Hetzende im Internet gebrauchen, um Andere abzuwerten. Dem stellte sie mögliche Gegenmaßnahmen gegenüber. Diese wurden von den Teilnehmenden in einer Arbeitsphase direkt erprobt und auf Beispiele hin entwickelt.

Die Erfahrungen des Tages fließen in das Workshop-Angebot ein, das ab sofort angefordert werden kann. Zudem wurde die neu eingerichtete Meldestelle „respect! Gegen Hetze im Internet“ beim Demokratiezentrum vorgestellt, die ab Juli zur Verfügung steht, um bei der juristischen Verfolgung von Hetze im Internet zu unterstützen.
Der Workshop wurde gemeinsam von den Fachstellen „kompetent vor Ort. Gegen Rechtsextremismus“, „Extremismusdistanzierung“ sowie „PREvent!on – Prävention von religiös begründetem Extremismus“ entwickelt.