Der Landrat des Hohenlohekreises, Dr. Matthias Neth, eröffnete die Veranstaltung und stellte dar, dass es dem Landkreis ein wichtiges Anliegen sei, sich deutlich gegen Fremdenfeindlichkeit zu positionieren. Dies habe man bereits bei einem Fachtag am 31. März diesen Jahres zeigen können, und wolle dies auch mit der Veranstaltung „Fremd – Feind – Freund“ tun. Eine weitere Veranstaltung zum Thema werde noch folgen. Auch die Kreisjugendreferentin des gastgebenden Hohenlohekreises, Yasemin Serttürk, fand deutliche Worte und betonte die Verantwortung eines jeden Einzelnen, demokratische Grundwerte vor allem auch an Jugendliche weiterzugeben.
Höhepunkt des Tages war der Vortrag von Professor Dr. Hajo Funke, der lange Jahre am Institut für Politische Wissenschaften der Freien Universität Berlin gelehrt hat und weiterhin zu den Themen Rassismus und Antisemitismus forscht. Er stellte anschaulich dar, wie es zum Rechtsruck in der Gesellschaft gekommen ist und was dies für unsere Demokratie bedeutet. Prof. Funke gab den Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Fachtags viele Möglichkeit für Rückfragen, was intensiv genutzt wurde.
Angelika Vogt vom Demokratiezentrum Baden-Württemberg, die maßgeblich an der Planung und Durchführung des Fachtags mitgewirkt hatte, stellte die zahlreichen Bildungsangebote vor, die speziell in Baden-Württemberg zur Verfügung stehen. Ein dritter theoretischer Teil des Fachtags wurde von einem Vertreter der Initiative Mergentheim Gegen Rechts vorgestellt; so wurden die Vorkommnisse Rechter Gruppierungen in der Region aufgezeigt.

Am Nachmittag des Fachtags konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an je zwei von insgesamt vier Workshops zu den Themen Die Neue Rechte, Hate speech in sozialen Netzwerken, Politische Einflussnahme durch Rechtspopulismus sowie „Grauzonen“-Musik teilnehmen. Daneben gab es während der gesamten Veranstaltung die Möglichkeit, sich an einem Infomarkt Arbeitsmaterialien sowie Ansichtsexemplare einschlägiger Literatur einzusehen. Hier wirkten u.a. das Demokratiezentrum Baden-Württemberg, die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, der Freundeskreis „Weiße Rose“, die Initiative KZ-Gedenkstätte Hessental, sowie Für Demokratie – Gegen Vergessen e.V. mit.