Fördermöglichkeiten

bap-Preis Politische Bildung

Der Preis würdigt besondere Leistungen der außerschulischen Politischen Jugend- und Erwachsenenbildung und macht sie einer größeren Öffentlichkeit bekannt.

Förderfelder:
Bildung / Erziehung , Politik , Gemeinwesen , Demokratieförderung , Kinder / Jugendliche
Art der Organisation:
Preise/Wettbewerbe
Steckbrief:
Der "Preis Politische Bildung" wird seit 2009 alle zwei Jahre zu einem jeweils wechselnden thematischen Fokus vergeben. Ausgezeichnet werden Projekte und Veranstaltungen, die die demokratisch-politische Kultur in nachhaltiger Weise stützen und entwickeln helfen, politisches Lernen kreativ, teilnehmendenorientiert und in aktivierender Weise fördern und für das Gemeinwesen wichtige neue Themen in die Arena der politischen Jugend– und Erwachsenenbildung einbringen.

Mit dem "Preis Politische Bildung" sollen die besonderen Leistungen, die in der politischen Bildung für die Gesellschaft erbracht werden, hervorgehoben und gewürdigt werden. Der Preis Politische Bildung wird vom Bundesausschuss Politische Bildung e.V. mit finanzieller und ideeller Förderung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) vergeben.

Alle Informationen zum Preis finden sich auch unter bap-politischebildung.de > "Preis Politische Bildung".

Bundesausschuss Politische Bildung (bap)

Barbara Menke (bap Vorsitzender) c/o ARBEIT UND LEBEN Robertstraße 5a
42107 Bonn

Gründungsjahr:
2009
Förderabsicht:
Auseinandersetzung mit dem Thema, Projektbezogenes Schaffen
Förder-Turnus:
alle zwei Jahre
Eigenbewerbung:
erforderlich
Antrag:
Bewerbungen sind ausschließlich online unter bap-politischebildung.de > "bap-Preis politische Bildung Jahr" möglich.
Bewerbung-Hilfe:
Ergänzend zur Bewerbung gilt es eine Beschreibung des eingereichten Projekts als PDF-Datei (max. 2 MB) hochzuladen. Diese ist obligatorisch. Ohne Beschreibung kann die Bewerbung nicht bearbeiten werden.

Die Beschreibung sollte folgende Informationen beinhalten:
Ziel, Zielgruppe, Methode, Medien, Beschreibung zum thematischen Schwerpunkt der Wettbewerbsausschreibung, Links zu Dokumentation, Links zu Fotos, Videos etc.

Die Beschreibung darf maximal zwei DIN A4 Seiten umfassen und maximal 2 MB groß sein. Es gilt die PDF-Datei nach folgendem Muster zu benennen: Institution_Projekttitel.pdf.
Einreichfristen:
01. März - 18:00 Uhr
Wissenswertes:
Es werden drei Preise verliehen, die mit je 3.000 Euro dotiert sind. Die Preisverleihung findet im Juni in Berlin statt.

im Falle der Auszeichnung wird ein Video-Trailer über das Projekt gedreht, der für die Öffentlichkeitsarbeit zur Veranstaltung und für die Preisverleihung genutzt wird. Die VertreterInnen der Preisträger-Projekte werden zudem aktiv in die Preisverleihung eingebunden. Der Ort der Preisverleihung innerhalb von Berlin wird allen Bewerbern rechtzeitig vor der Veranstaltung bekannt gegeben.
Richtlinien:
Bewerben können sich freie Träger, Einrichtungen, Initiativen, Vereine, Verbände und Organisationen der (politischen) Jugend– und Erwachsenenbildung. Schulen können sich im Rahmen einer Kooperation mit freien Trägern bewerben. Bewerber ist dann der freie Träger.

Vergabekriterien:
- Projekte der politischen Bildung
Der eingereichte Beitrag ist ein Projekt politischer Bildung; "das Politische" steht im Zentrum; das Thema der Ausschrei­bung ist berücksichtigt und umgesetzt.
- Projekte mit Originalität
Das Projekt hat sich auf den Weg gemacht, etwas neu, un­gewöhnlich, kreativ auszuprobieren mit einem interessanten Thema, einer neuen Zielgruppe, ungewöhnlichen Methoden oder Formaten etc.
- Projekte mit Netzwerkcharakter
Die Zusammenarbeit mit anderen Trägern, Einrichtungen und Organisationen ist Teil des Projekts und/oder die Einbeziehung neuer Bildungspartner, die Verankerung im Sozialraum oder in der Region.
- Projekte mit Impulsfunktion
Im eingereichten Projekt konnten Erfahrungen und Ergebnisse erzielt werden, die auch für andere interessant sind.

(Quelle: bap-politischebildung.de > "bap-Preis politische Bildung Jahr")
Die Preisträger der vergangenen Wettbewerbsrunde werden unter bap-politischebildung.de > "Preis Politische Bildung" > "Preisträger Jahr" vorgestellt.
Satzung:
Wettbewerbs-Ausschreibung 2017

Lange Jahrzehnte erschien die Demokratie bei uns und im größten Teil Europas als ein zentraler Stabilitäts- und Wohlstandsfaktor. Demokratie galt als die alternativlose Staats- und Lebensform. Das drückte sich sowohl in vom Vertrauen der Mehrheit getragenen Parlamenten und Regierungen aus, als auch in einem friedlich- argumentativen Umgang der BürgerInnen untereinander, wenn es um zivilgesellschaftliche Angelegenheiten ging. Sicher gab es scharfen Streit und große Interessenauseinandersetzungen, aber den demokratischen Organen und Institutionen gelang in den meisten Fällen doch ein Ausgleich, ein Kompromiss oder eine von der Minderheit respektierte Mehrheitsentscheidung.

Seit einiger Zeit fällt dies immer schwerer. Die politische Großwetterlage kippt ins Demokratie-Skeptische, ja in Demokratieverachtung. In einem nennenswerten Teil Europas setzten sich populistische "postdemokratische" PolitikerInnen und Regierungen immer stärker durch oder finden – wie bei uns in Deutschland – deutlich mehr Anklang. Autoritäres Handeln gewinnt in den öffentlichen Meinungen gegenüber demokratischer Entscheidungsfindung deutlich an Boden. In den digitalen Medien haben angesichts einer Masse von Wahrheitsverdrehung, Verschwörungstheorien und Häme argumentative Sachlichkeit, kritische Reflektion und der respektvolle Umgang mit einer anderen Meinung einen immer schwereren Stand.

Dabei gehören Demokratie als Staatsform, also ihre Institutionen und Verfahren, und Demokratie als Lebensform, also der diskursive, friedliche, respektvolle zivilgesellschaftliche Umgang mit- und untereinander, unverbrüchlich zusammen.

Das diesjährige Thema der Ausschreibung lautet deshalb "Klartext für Demokratie!" – Offen und respektvoll, kompromissfähig und solidarisch denken und handeln!

Mit dem Preis Politische Bildung würdigt der bap Projekte der politischen Jugend- und Erwachsenenbildung aus den Jahren 2015 und 2016, die folgende Eigenschaften aufweisen:

- Projekte, die sich aktiv der demokratischen BürgerInnen-Beteiligung auf lokaler und regionaler Ebene widmen und dabei Akzeptanz durch nachweislich argumentativ- respektvollen Umgang und mehrheitsfähigen Interessenausgleich gewonnen haben;
- Projekte, die sich konstruktiv die Partizipation in und die Kooperation mit Organen und Institutionen der Demokratie zum Ziel gesetzt haben und sich dabei vor allem an junge, politisch bislang noch nicht aktive Menschen richten, um ihnen praxisnahe Einblicke in demokratische Strukturen und Verhaltensweisen zu ermöglichen;
- Projekte, die auf kreative Weise die rational- argumentative Auseinandersetzung mit digitaler Demokratieverachtung und Desinformation in den Mittelpunkt rücken.

Eine unabhängige ExpertInnenjury wählt die Preisträger aus. Es werden drei Preise verliehen, die mit je 3.000€ dotiert sind. Die Preisverleihung findet am 15. Juni 2017 in Berlin statt.

Bewerbungen sind ausschließlich online bis zum 01. März 2017, 18:00 Uhr möglich.
〈 Zurück zur Liste der Fördermöglichkeiten