Fördermöglichkeiten

BKJ-Programm "Künste öffnen Welten"

Ziel der Förderung ist es, die Bildungschancen von benachteiligten Kindern und Jugendlichen* zu erhöhen. Mit der Förderung können Projekte umgesetzt werden, die diese Kinder und Jugendlichen* besonders in den Blick nehmen. So können sie teilhaben an Angeboten der Kulturellen Bildung, zu denen sie sonst keinen oder nur wenig Zugang haben.

Förderfelder:
Kunst / Kultur , Bildung / Erziehung , Soziale Integration , Demokratieförderung , Kommunikation / Medien
Art der Organisation:
Öffentliche Förderung
Steckbrief:
"Künste öffnen Welten" heißt das BKJ-Programm innerhalb von "Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung". Nach einer ersten Förderperiode (2013 bis 2017) setzt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) "Kultur macht stark" fort und fördert es in den Jahren 2018 bis 2022 mit insgesamt 250 Millionen Euro, welche durch 30 Programmpartner vergeben werden.

"Künste öffnen Welten" verbindet dabei die Kriterien, welche das BMBF für das Gesamtprogramm als Rahmen setzt, mit den Zielen und Inhalten, für welche die BKJ mit ihrem Profil steht.

Kurzinformation
- Das Ziel von "Künste öffnen Welten" ist es, die Bildungschancen von benachteiligten Kindern und Jugendlichen* zu erhöhen.
- Mit "Künste öffnen Welten" fördert die BKJ Bündnisse, die an "Dritten Lernorten" außerhalb von, aber auch mit Schule und Kindertagesstätten zusätzliche Projekte und ein Mehr an Kultureller Bildung schaffen. Diese leicht zugänglichen Bildungsangebote sind für Kinder und Jugendliche* vom Vorschulalter bis 18 Jahren, die in familiären Risikolagen aufwachsen.
- Mit den Projekten etablieren die Bündnispartner die Kooperationspraxis im Sozialraum. Sie bringen ihre unterschiedlichen Kompetenzen zusammen.
- Die BKJ unterstützt nachhaltige Kooperationen durch Beratung, Qualitätsentwicklung und bundesweiten Fachaustausch.
- Von 2018 bis 2022 erhält die BKJ dafür in der zweiten Förderphase des BMBF-Programms "Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung" bis zu 23 Millionen Euro, die sie an die von einer Expertenjury ausgewählten Bündnis-Projekte weiterleitet.

Alle Informationen zur Förderung lassen sich unter kuenste-oeffnen-welten.de finden.

Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) e. V.

Küppelstein 34
42857 Remscheid

Telefon: 0 21 91 / 79 43 90
Fax: 0 21 91 / 79 43 89
E-Mail: infobkj.de
Internet: www.bkj.de
Extras:
Unter kuenste-oeffnen-welten.de > "Förderung" > "Ausschreibung: Projektbeispiele" finden sich verschiedene Projekttypen, um zu veranschaulichen, wie Projekte aufgebaut sein können. , Unter kuenste-oeffnen-welten.de >"Qualität und Begleitung" > "Publikationen" lassen sich die Veröffentlichungen aus dem BKJ-Förderprogramm "Künste öffnen Welten" finden. Ebenso wird dort auf Handreichungen und Materialien zu den relevanten Inhalten im Programm "Künste öffnen Welten" verwiesen.
Antragsinfo:
Ein Antragsformular ist bei der Organisation erhältlich
Antrag:
Das notwendige Formular zur Einreichung lässt sich online unter kuenste-oeffnen-welten.de > "Förderung" > "Formular-Projektidee" herunterladen.
Antrags-Hilfe:
Für Fragen jeglicher Art steht das Team der BKJ von "Künste öffnen Welten" zur Verfügung:

Telefonnummer: 030.48 48 60-30
E-Mail-Adresse: kuenste-oeffnen-welten@bkj.de
Einreichfristen:
28. Februar
Wissenswertes:
Aufgaben der BKJ als Förderer
Die BKJ kümmert sich um individuelle Beratung, die fachliche Begleitung und Weiterentwicklung der Bündnisse und deren Projekt. Nach Bedarf und Möglichkeit werden sie durch die BKJ fachlich-inhaltlich begleitet und in ihrer Qualitätsentwicklung unterstützt. Dafür bietet sie auch fachliche Vernetzungsangebote für die geförderten Bündnisakteur*innen. Sie organisiert Fachtagungen, erarbeitet Handreichungen und unterstützt die Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit der lokalen Bündnisse.

Die BKJ koordiniert die Weiterleitung der Mittel, sie beaufsichtigt und prüft deren Verwendung. Unterstützend unterbreitet die BKJ administrative Schulungen.

Die BKJ verfolgt die Qualitätssicherung des Programms insgesamt und die Evaluation der einzelnen Projekte; die Teilnahme daran ist für die Bündnisse verpflichtend.
Richtlinien:
Die Projekte müssen bestimmte Kriterien erfüllen, um gefördert werden zu können. Unterschieden werden dabei a) inhaltliche Kriterien und b) formale Kriterien.

a) Inhaltliche Kriterien:
- Bezug zur Kulturellen Bildung: Die geförderten Projekte müssen Angebote der Kulturellen Bildung sein. Bereiche der Kulturellen Bildung sind: Kunst und Kultur (Theater, Bildende Kunst, Fotografie, Tanz, Musik, Literatur etc.), Spiel und Medien. Die Teilnehmer*innen sollen in den Projekten selbst künstlerisch und kreativ tätig werden.
- Bezug zur Lebenswelt: Die Projekte sollen einen Bezug herstellen zum direkten Umfeld der Kinder und Jugendlichen*. Das bedeutet, dass sie sich in den Projekten mit ihrer Persönlichkeit einbringen und mit ihren Interessen und Themen beschäftigen können. Das bedeutet auch, dass Räume genutzt werden, welche die Kinder und Jugendlichen* kennen oder neu entdecken. Und es bedeutet, dass die Projekte eingehen auf die unterschiedlichen Erfahrungen und Hintergründe der Teilnehmer*innen.
- Engagement-Förderung: Von Interesse sind Projektideen, die Ehrenamtliche* einbinden und/oder dazu beitragen, das Engagement von Menschen für andere zu stärken.

b) Formale Kriterien:
- Zielgruppe: Es werden Projekte gefördert, die sich an Kinder und Jugendliche* richten, die in familiären Risikolagen aufwachsen. Das sind:
- Familien, die nah an oder unterhalb der Armutsgrenze leben,
- Kinder aus bildungsfernen Familien,
- Kinder und Jugendliche*, deren Eltern von Arbeitslosigkeit betroffen sind.

Die Projekte richten sich an Kinder und Jugendliche* zwischen dem Vorschulalter und 18 Jahren.
- Drei Bündnispartner: Gefördert werden Projekte, die von mindestens drei Bündnispartnern gemeinsam umgesetzt werden. Die Bündnispartner können zum Beispiel eine Jugendkunstschule, ein Musikverein, ein Jugendzentrum, eine Theater- oder eine Zirkusinitiative, eine soziale Einrichtung, Schulen und Kindertagesstätten u.v.m. sein. Die drei Bündnispartner bringen ihre unterschiedlichen Kompetenzen in das Projekt ein und entwickeln gemeinsam eine Projektidee. Einer der Bündnispartner übernimmt die Verantwortung, den Antrag einzureichen und die finanziellen Mittel zu verwalten. Wichtig ist: Der Antragsteller muss ein gemeinnütziger Verein oder eine öffentliche Einrichtung sein.
- Lokale Verortung: Die Bündnispartner kennen den Ort und die Umgebung, an dem das Projekt stattfindet. Sie sind außerdem vertraut mit den Interessen, Ideen und Wünschen der Kinder und Jugendlichen*, die dort leben.
- Offener Zugang: Das Projekt ist zugangsoffen und niedrigschwellig, d. h. die Teilnehmer*innen brauchen keine Vorkenntnisse, um an dem Projekt teilzunehmen. Sie dürfen auch nicht durch Teilnahmegebühren oder sonstige Kosten an der Teilnahme gehindert werden.
- Freiwilligkeit: Das Projekt findet in der Freizeit statt. Das bedeutet, es darf nicht während der Unterrichtszeit durchgeführt werden. Die Kinder und Jugendlichen* müssen immer selbstbestimmt die Wahl haben, ob sie an dem Projekt teilnehmen wollen.
- Umfang: Das Projekt umfasst mindestens 60 Zeitstunden im Jahr. Es kann ein dauerhaftes Angebot sein (z. B. ein wöchentlicher Kurs), am Stück stattfinden (z. B. als Ferien-Workshop) oder eine Kombination aus beidem sein (zum Beispiel ein Wochenend-Workshop und danach ein wöchentlicher Kurs).
An dem Projekt können 12 bis 40 Kinder und Jugendliche* teilnehmen. Jedes geförderte Projekt erhält eine Summe zwischen 9.000 und 30.000 Euro im Jahr

(Quelle: kuenste-oeffnen-welten.de > "Förderung" > "Ausschreibung")
Die Praxisbeispiele unter kuenste-oeffnen-welten.de > "Praxis" > "Praxisbeispiele" zeigen wie das Konzept "Künste öffnen Welten" durch die Bündnispartner umgesetzt wird. Die hier dargestellten Projekte sind exemplarisch und zur Veranschaulichung aus allen geförderten Maßnahmen ausgewählt.

Projektdatenbank
Alle bewilligten Projekte des Programms "Künste öffnen Welten" mit den wichtigsten Informationen – Titel, Projektbeginn und Bündnispartner etc. – sind listenartig unter kuenste-oeffnen-welten.de > "Praxis" > "Projektdatenbank" aufgeführt. Anhand von Freitexteingaben zu z. B. Sparte, Ort oder Titel sowie von Bundesländern und dem Projektbeginn können Projekte gesucht werden. Die Projektdatenbank wird regelmäßig um die neuen Projekte ergänzt.

Einige der Projekte sind mit einem Beitrag unter dem Menüpunkt "Praxisbeispiele" vertiefend aufgeführt.
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