Fördermöglichkeiten

Werkstatt Vielfalt

Die Förderung baut Brücken zwischen Lebenswelten, trägt zu einer lebendigen Nachbarschaft in der Gemeinde oder im Dorf bei und sorgt dafür, dass Vielfalt zur Normalität wird.

Förderfelder:
Soziale Integration , Demokratieförderung , Gemeinwesen , Interkultureller Austausch , Kinder / Jugendliche
Art der Organisation:
Öffentliche Förderung
Steckbrief:
Die Stiftung Mitarbeit unterstützt mit ihrer Arbeit die Demokratieentwicklung von unten und stärkt die politische Teilhabe von allen Menschen, die in Deutschland leben. Sie möchte die Menschen dazu ermutigen, Eigeninitiative zu entwickeln und sich an der Lösung von Gemeinschaftsaufgaben zu beteiligen. Ziel ihrer Arbeit ist es, Engagement und Beteiligung in der Gesellschaft umfassend zu ermöglichen und dazu beizutragen, eine alltagstaugliche Beteiligungskultur in allen gesellschaftlichen Bereichen zu etablieren.

Die Stiftung befähigt Menschen, sich in der Gesellschaft zu engagieren, sich einzubringen und zu beteiligen. Sie unterstützt und befördert das Engagement und die politische Teilhabe auch derjenigen Gruppen, die sich aufgrund ihrer Lebenssituation, ihrer Bildung und gesellschaftlichen Stellung nicht oder nur in geringem Maße artikulieren können.

Die Stiftung Mitarbeit führt das Programm "Werkstatt Vielfalt" für die Robert Bosch Stiftung durch.

Alle Informationen zum Wettbewerb gibt es auch unter mitarbeit.de > "Förderung & Projekte" > "Förderprogramm Werkstatt Vielfalt" .

Stiftung Mitarbeit

Bundesgeschäftsstelle Ellerstraße 67
53119 Bonn

Telefon: 02 28 6 04 24-0
Fax: 02 28 6 04 24-22
E-Mail: infomitarbeit.de
Internet: www.mitarbeit.de
Rechtsform:
Rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts
Antragsinfo:
Ein Antragsformular ist bei der Organisation erhältlich
Antrag:
Das Antragsormular kann auf den Internetseiten der Robert Bosch Stiftung (bosch-stiftung.de/vielfalt ) und der Stiftung Mitarbeit
(mitarbeit.de > "Förderung & Projekte" > "Förderprogramm Werkstatt Vielfalt") heruntergeladen oder per E-Mail bei der Stiftung Mitarbeit angefordert werden.
Antrags-Hilfe:
Eine schriftliche Voranfrage ist bei dieser Ausschreibung nicht notwendig.
Interessenten reichen das für dieses Programm vorbereitete Antragsformular per Post direkt unter der angegebenen Adresse bei der Stiftung Mitarbeit ein.

Welche Unterlagen müssen dem Antrag beigefügt werden?
Vereine müssen ihrem Antrag ihre Satzung, einen Auszug aus dem Vereinsregister sowie eine gültige Gemeinnützigkeitsbescheinigung beifügen. Die Projektidee soll auf Zusatzblättern beschrieben werden. Ggf. können Flyer oder Berichte zur Einrichtung/Institution beigelegt werden, um die Ziele und Tätigkeiten ausführlicher dazulegen.

Ansprechpartner bei Fragen
Timo Jaster und Björn Götz-Lappe
Stiftung Mitarbeit
Ellerstraße 67
53119 Bonn
Telefon 02 28 6 04 24-17/-12
Telefax 02 28 6 04 24-22
E-Mail: jaster@mitarbeit.de
E-Mail: goetz-lappe@mitarbeit.de
Einreichfristen:
15. September
Wissenswertes:
Je früher der Projektantrag bei der Stiftung Mitarbeit eingeht, um so eher besteht die Möglichkeit, eventuelle Fragen zu klären. Antragstellerinnen und Antragsteller werden in der zweiten Dezemberhälfte darüber informiert, ob ihr Vorhaben gefördert wird.

Projekttransfer
Neuen Projektträgerinnen- und Trägern steht die Möglichkeit offen, sich mit einer bereits im Programm geförderten Projektidee zu bewerben und im Rahmen kollegialer Beratung vom praktischen Wissen und den Erfahrungen der Ideengeberinnen- und Geber zu profitieren. Alle Informationen dazu lassen sich unter mitarbeit.de > "Förderung & Projekte" > "Förderprogramm Werkstatt Vielfalt" > "Informationen und Formulare zur Antragstellung" > "Informationsblatt Projekttansfer" finden.

Höhe der Förderung
Die Robert Bosch Stiftung fördert Projekte mit jeweils bis zu 7.000 Euro für einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten bis zu höchstens zwei Jahren.

Wird eine Projektidee in die "Werkstatt Vielfalt" aufgenommen, erhält sie nicht nur eine finanzielle Förderung: Die Projektverantwortlichen erhalten bei einer Projektwerkstatt Tipps von Fachleuten, tauschen Erfahrungen aus und geben Anregungen zur Weiterentwicklung des Programms.
Satzung:
Satzung der Stiftung Mitarbeit (Auszug):

§ 1
Name, Sitz und Rechtsform

Die Stiftung führt den Namen »Stiftung Mitarbeit«. Sie ist eine rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts und hat ihren Sitz in Berlin.

§ 2
Zwecke der Stiftung

1. Die Stiftung ist ein Selbsthilfewerk politisch verantwortungsbewusst handelnder Bürgerinnen und Bürger.
2. Die Stiftung verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts »steuerbegünstigte Zwecke« der Abgabenordnung.
3. Zwecke der Stiftung sind die Förderung der Bildung zur allgemeinen Förderung des demokratischen Staatswesens im Geltungsbereich der Abgabenordnung und die Förderung des bürgerschaftlichen Engagements zugunsten gemeinnütziger Zwecke.
4. Die Satzungszwecke werden insbesondere verwirklicht durch
4.1. gezielte Maßnahmen zur Stärkung von Verantwortungsbewusstsein, Eigeninitiative, Selbstbestimmung und politischer Teilhabe möglichst vieler Bürgerinnen und Bürger im Sinne einer freiheitlich rechtsstaatlichen und demokratischen Lebensordnung;
4.2. Intensivierung politischer Bildungsarbeit im Wege
a) der Durchführung geeigneter Bildungsmaßnahmen,
b) des Erfahrungsaustausches,
c) der Durchführung sonstiger Maßnahmen, um die in der politischen Bildungsarbeit im Bundesgebiet bereits wirksamen Ansätze zu fördern und neu anzuregen;
4.3. die Förderung zu veröffentlichender wissenschaftlicher Arbeiten, die insbesondere der Verwirklichung der in Ziffer 4.1. und 4.2 dargelegten Wege der Verwirklichung der Stiftungszwecke dienen;
4.4 die Verleihung von Preisen zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements.
5. Den durch die Stiftung Begünstigten steht aufgrund dieser Satzung ein Rechtsanspruch auf Leistungen der Stiftung nicht zu.

Die vollständge Satzung steht unter mitarbeit.de > "Wir über uns" > "Ideen & Ziele" zur Verfügung.
Richtlinien:
Wer kann einen Antrag stellen?
Anträge können z.B. gemeinnützige Vereine, Initiativgruppen, Schulen, Universitäten, Quartiermanagements, städtische Jugendeinrichtungen, Sozialunternehmen, religiöse Vereinigungen oder Migrantenorganisationen stellen. Dies ist auch in Kooperation mit Partnern möglich.

Welche Projektideen können gefördert werden?
Die Projekte der "Werkstatt Vielfalt" sind lokal oder stadtteilübergreifend angelegt. Das heißt, sie füllen ihre unmittelbare Nachbarschaft, ihre Gemeinde oder ihr Viertel mit Leben. Außerdem sind sie längerfristig ausgerichtet (6 bis 24 Monate).

Inhaltlich kommen Projekte in Frage, die
- das Miteinander junger Menschen (8-27 Jahre) mit anderen Jugendlichen oder Menschen fördern,
- das Verständnis verschiedener gesellschaftlicher Gruppen füreinander vertiefen und die unterschiedlichen Interessen, Erfahrungen und Fähigkeiten für ein gemeinsames Vorhaben und Engagement nutzen oder
- die Selbstwirksamkeit und aktive Teilhabe junger Menschen an ihrem Lebensumfeld unterstützen.

Eine allgemeine Förderung von Vereinsarbeit oder Einzelfallhilfe für bedürftige Personen ist nicht möglich. Auch werden keine Deckungslücken, die durch reduzierte öffentliche Förderung entstanden sind, finanziert. Gefördert werden zudem keine Vorhaben von Einzelpersonen.

(Quelle: mitarbeit.de > "Förderung & Projekte" > "Förderprogramm Werkstatt Vielfalt"> "Programmübersicht" > "Programmbeschreibung")
Die "Werkstatt Vielfalt" selbst ist Vielfalt. Die folgenden fünf Beispiele geben eine Anregung, welche Ideen zu den geförderten Ansätzen gehören könnten:

- Jugendliche mit und ohne Behinderung treffen sich regelmäßig und erstellen Radiobeiträge zu aktuellen Themen aus ihrem Stadtteil. Sie erkunden hierzu die Nachbarschaft und werten Umfragen und Gespräche mit den Anwohnern aus.
- Kinder erstellen einen Stadt(teil)führer und lernen dabei verschiedene Orte und Gruppen in ihrer Nachbarschaft kennen. Anschließend führen sie Menschen aus anderen Stadtteilen durch ihr Viertel.
- Eine Jugendgruppe interviewt muslimische Senioren zu Festtraditionen im Islam und erstellt gemeinsam mit ihnen eine Ausstellung zum Thema.
- Schüler engagieren sich in Tandemprojekten mit Flüchtlingen für einen Jugendtreff im Stadtteil.
- Jugendliche führen Straßenumfragen zu den Themen sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität durch und kommen mit Passanten über Haltungen und Vorurteile ins Gespräch.

Unter mitarbeit.de > "Förderung & Projekte" > "Förderprogramm Werkstatt Vielfalt" > "Projekte des Monats" werden zudem jeden Monat gelungene Projekte vorgestellt, die im Rahmen des Programms gefördert wurden. Und unter mitarbeit.de > "Förderung & Projekte" > "Förderprogramm Werkstatt Vielfalt" > "Informationen und Formulare zur Antragstellung" > "Bisher geförderte Projekte" lässt sich eine Liste der bisherigen geförderten Initiativen und Organisationen als PDF-Datei herunterladen.
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