Fördermöglichkeiten

Kultur macht stark - Jugendgruppe erleben

Das Programm fördert Maßnahmen, die bildungsbenachteiligten Kindern und Jugendlichen einen Zugang zu Jugendverbänden oder Jugendgruppen ermöglichen.

Förderfelder:
Demokratieförderung , Soziale Integration , Kinder / Jugendliche
Art der Organisation:
Öffentliche Förderung
Steckbrief:
Im Programm Kultur macht stark – Jugendgruppe erleben stehen bis 2017 insgesamt bis zu 10 Millionen Euro zur Verfügung. Mit dem Geld werden Projekte gefördert, bei denen bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche typische Verbandsaktivitäten kennenlernen, erleben und gestalten können. Zum Beispiel die Kultur des Miteinanders, die Gestaltung von Zeltlagern und die Kommunikationskultur im Verbandsleben. Gefördert werden Ferien- bzw. Freizeitmaßnahmen, mehrtägige und eintägige Veranstaltungen und Aktionen.

Mit der Initiative "Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung" fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) von 2013 bis 2017 Maßnahmen zur Förderung bildungsbenachteiligter Kinder und Jugendlicher im Alter von drei bis 18 Jahren. Die Maßnahmen werden von soenannten "Bündnissen für Bildung", lokalen Zusammenschlüssen von mindestens drei Partnern, umgesetzt werden. Das BMBF vergibt die Mittel nicht selbst, sondern hat dafür 34 Verbände und Initiativen ausgewählt, die nun ihr jeweiliges Programm realisieren – darunter der DBJR mit "Jugendgruppe erleben". Die Detailanforderungen der einzelnen Verbände und Initiativen unterscheiden sich, die Grundprinzipen aller Konzepte sind jedoch gleich und basieren auf der Förderrichtlinie des BMBF.

Mit den von "Kultur macht stark" geförderten Maßnahmen sollen keine bestehenden Aktivitäten ersetzt, sondern neue und zusätzliche Projekte vor Ort geschaffen werden. Die Projekte müssen außerhalb des Unterrichtes und der Anwesenheitszeit an Schulen stattfinden. Wichtig ist die freiwillige Teilnahme der Kinder und Jugendlichen.

Die Ziele von "Kuktur macht stark" sind zum einen die Unterstützung von bildungsbenachteiligten Kindern und Jugendlichen. Und zum anderen die Entwicklung tragfähiger Netzwerke vor Ort. Kulturelle Bildung und ehrenamtliches Engagement sind die Grundpfeiler, um dies zu erreichen.

Weitere Informationen zur Förderung gibt es unter jugendgruppe-erleben.de .

Deutscher Bundesjugendring

Mühlendamm 3
10178 Berlin

Telefon: 0 30 / 400 40 400
Fax: 0 30 / 400 40 422
E-Mail: infodbjr.de
Internet: www.dbjr.de
Extras:
Für alle Schritte, die im Rahmen der Förderung anstehen, gibt es unter jugendgruppe-erleben.de > "Förderung" Schritt-für-Schritt-Anleitungen., Für die VertreterInnen der geförderten Bündnisse und alle Interessierten stehen Broschüren rund um die Themen des Förderprogramms zur Verfügung. Alle Publikationen können kostenlos unter jugendgruppe-erleben.de > "Konzept" > "Publikationen" bestellt werden.
Antragsinfo:
Ein Antragsformular ist bei der Organisation erhältlich
Antrag:
Mit einer Interessensbekundung können mehrere Maßnahmen beantragt werden, wenn ihnen das gleiche Konzept zu Grunde liegt. Das können zum Beispiel zusammenhängende Maßnahmen verschiedener Formate sein. Außerdem können auch mit einem Formular Maßnahmen bis einschließlich 2017 beantragt werden.

Unter jugendgruppe-erleben.de > "Antragsstellung" > "Interessenbekundung" finden sich alle dazu erforderlichen Formulare.
Antrags-Hilfe:
Formulare für die Interessensbekundung
Die Interessensbekundung besteht aus zwei Teilen: Formular und Maßnahmenübersicht. Beide Dokumente müssen ausgefüllt werden! Im Formular beschreibt Ihr Bündnis, Zielgruppe und Konzept. In der Maßnahmenübersicht kalkuliert Ihr grob die voraussichtlichen Ausgaben. Die Ausfüllhilfe hilft Euch beim Ausfüllen der Interessensbekundung.

Ablauf
1. Interessensbekundung bis zum Stichtag einreichen

WEG A:
Vereinfachtes Verfahren für DBJR-Mitgliedsorganisationen
>> Interessensbekundung an den jeweiligen Bundesverband / Landesjugendring (der bereit ist, Prüfungen vorzunehmen) und per E-Mail an interessensbekundung@dbjr.de.

WEG B:
Interessensbekundung mit höherem Aufwand direkt an den DBJR
(Erfüllung des Kriterienkatalogs) und per E-Mail an interessensbekundung@dbjr.de.

2. Entscheidung durch Jury des DBJR
3. Förmlicher Antrag über eine Datenbank des Bundesministeriums für Bildung und Forschung
Einreichfristen:

30. April
31. August
Wissenswertes:
Was muss bei der Förderung bei Kultur macht stark - Jugendgruppe erleben beachtet werden? Ein Überblick:

1. Sobald die Jury eine Interessensbekundung für gut befunden hat, bekommen die Antragsteller die Förderung in Aussicht gestellt. Diese stellen dann den förmlichen Antrag über die Datenbank. Die Unterlagen und Ausfüllhilfe dazu werden dem Antragsteller per E-Mail zugeschickt. Bei Fragen zur Antragstellung hilft das Projektbüro weiter.

2. Sobald der förmliche Antrag vollständig ist, bekommen die Antragsteller den Vertrag. Die Vertragsunterlagen des BMBF für die Zuwendungsempfänger sind recht umfangreich. Zur besseren Orientierung werden daher Muster und Formulare veröffentlicht, die für die Abrechnung benötigt werden.

3. Wenn der Vertrag unterschrieben wieder im Projektbüro eingeht, können Zahlungsabrufe getätigt werden. Diese sind jeweils zum 1. und 15. des Monats möglich. Anzugeben ist, wann das Geld benötigt wird. Ab dann haben die Zuwendungsempfänger acht Wochen Zeit, um die Mittel zu verausgaben.

4. Durchführung der Maßnahme. Zu bedenken gilt es, dass sich die Teilnehmenden in die Teilnehmendenlisten eintragen und alle Original-Belege aufbewahrt werden. Die ReferentInnen dokumentieren ihre Arbeit mit der Zeiterfassung und der Honorarvereinbarung. Sollten Investitionen getätigt werden, gilt es die betreffenden Gegenstände aufzulisten. Falls Ausgaben über 1000 Euro anfallen, muss die Vergabe im Vergabevermerk dokumentiert werden. Alle Maßnahmen müssen außerschulisch/außerunterrichtlich erbracht werden.

5. Sobald die Maßnahme abgeschlossen ist, gilt es die Zahlungen auf verausgabt zu setzen und die Maßnahme zu dokumentieren. Der Abschluss der Förderung ist der Zwischen- bzw. Verwendungsnachweis. Der Bericht wird zwei Monate nach Abschluss der letzten Maßnahme des Haushaltsjahres fällig, spätestens am 31. Januar des Folgejahres. Die fristgerechte Einreichung des Berichts ist Voraussetzung für die Weiterförderung im Folgejahr.

Die maximale Zuwendung wird als Summe folgender Pauschalbeträge ermittelt:

- Tagessatz pro Veranstaltungstag und TeilnehmerIn: 34 €
- Tagessatz FortbildnerIn / ReferentIn: 256 € (ggf.) Zuschuss für Fahrt-Ausgaben je TeilnehmerIn: 51 €.

Die Zuwendung ist je Maßnahme

- bei Ferien- bzw. Freizeitmaßnahmen auf 25 geförderte Teilnehmende;
- bei mehrtägigen Veranstaltungen auf 25 geförderte Teilnehmende;
- bei eintägigen, i.d.R. besonders niedrigschwelligen Veranstaltungen auf 30 geförderte Teilnehmende beschränkt.

Erstattet werden nach der Maßnahme die tatsächlich angefallenen zuwendungsfähigen Ausgaben. Wird die Summe der Pauschalbeträge nicht überschritten, wird die Förderung als Vollfinanzierung gewährt. Es ist also nicht nötig, Eigenmittel beizusteuern. Es gibt keine Beschränkung der pro Bündnis geförderten Maßnahmen.
Richtlinien:
Es werden Maßnahmen gefördert, die sich jeweils einem der folgenden Formate zuordnen lassen und dabei in besonderer Weise methodisch adäquat auf die besondere Teilnehmendenstruktur eingehen. Die Kombination mehrerer Formate ist möglich.

A. Ferien- bzw. Freizeitmaßnahmen, die insbesondere die Mitorganisation und Mitverantwortung der beteiligten Kinder und Jugendlichen in geeigneter Weise sowie das Erfahren der verbandstypischen Alltags-, Begegnungs- und Entscheidungskultur unterstützen und/oder die Begegnungen unterschiedlicher Jugendkulturen – auch auf internationaler Ebene – ermöglichen.

B. Mehrtägige Veranstaltungen, die zusammenhängend mit Übernachtungen oder in Form regelmäßiger Ein-Tages Veranstaltungen in einem bestimmten Zeitraum ohne Übernachtung stattfinden und die speziellen, verbandspezifischen, kulturellen Hintergründe der beteiligten Verbände mit den Methoden des jeweiligen Verbandes vermitteln sowie erlebbar machen.

C. Eintägige, i.d.R. besonders niedrigschwellige Veranstaltungen, die einen ersten Zugang zur jeweils verbandstypischen Alltags- und Begegnungskultur und den verbandspezifischen kulturellen Traditionen ermöglichen.

Besonders Maßnahmen in den Formaten A und B sollen gemeinsam mit allen Teilnehmenden vorbereitet werden.

Zielgruppe
Die aus den Mitteln des Programmes "Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung" des BMBF geförderten Maßnahmen sollen insbesondere Kindern und Jugendlichen im Alter von drei bis 18 Jahren zugutekommen, die in mindestens einer der vom nationalen Bildungsbericht 2010 beschriebenen Risikolagen aufwachsen und dadurch in ihren Bildungschancen beeinträchtigt sind. Insbesondere die folgenden vier Zielgruppen sollen angesprochen werden:

a) junge Menschen, die aufgrund ihrer sozioökonomischen Situation (persönliche bzw. familiäre finanzielle Situation, Sozialraum in Stadtteilen mit besonderem Entwicklungsbedarf) eine nur geringe Chance auf Teilhabe an Maßnahmen der außerschulischen Bildung haben und dadurch wenig oder gar
nicht mit jugendverbandlicher Arbeit in Kontakt gekommen sind;
b) junge Menschen, bei denen aufgrund des angestrebten formalen Bildungsziels und/oder der besuchten Schulart von einer Bildungsbenachteiligung auszugehen ist und die bisher noch nicht nachhaltig von Angeboten der Jugendverbandsarbeit profitieren;
c) junge Menschen, denen eine ausreichende Teilhabe an Maßnahmen der außerunterrichtlichen Jugendbildung aufgrund ihres Wohnorts (i.d.R. strukturschwache, meist ländliche Räume mit geringen Mobilitätsangeboten und wenig Einwohner_innen in der entsprechenden Altersklasse) erschwert ist;
d) junge Menschen mit Migrationshintergrund, die aus dieser Tatsache heraus noch keinen Zugang zu jugendverbandlichen Angeboten oder anderen Angeboten der außerunterrichtlichen Jugendbildung haben, sondern höchstens Zugang zu
integrationsspezifischen Maßnahmen.

Neben den o.g. Zielgruppen können sich die Maßnahmen auch an solche junge Menschen richten, bei denen aus den o.g. Gründen die Gefahr der Bildungsbenachteiligung besteht, die aber schon jetzt an Angeboten der Jugendverbandsarbeit partizipieren. Ihnen soll mit den Maßnahmen der
Zugang erleichtert oder zusätzliche Angebote zugänglich gemacht werden. Generell gilt, dass keine Kinder und Jugendlichen ausgeschlossen werden sollen; das Ziel der Förderung bildungsbenachteiligter Kinder und Jugendlicher lässt grundsätzlich auch die Teilnahme anderer Kinder und Jugendlicher zu, sofern dies der Zielerreichung dient. Eine gemischte Teilnehmendenstruktur wird insbesondere dort angestrebt, wo diese konzeptionell Voraussetzung für die geplante Maßnahme ist.

Bündnisse für Bildung
Die Maßnahmen müssen im Rahmen von Bündnissen für Bildung, d.h. lokalen Kooperationen von wenigstens drei Partnern, durchgeführt werden. Kooperationspartner sollten insbesondere Organisationen und Institutionen sein, die
- Jugendverbände oder Jugendringe sind;
- durch eine Kultur der Selbstorganisation junger Menschen geprägt sind oder diese unterstützen;
- die Projektansätze akzeptieren und/oder durch konkrete inhaltliche Beiträge und Ansätze unterstützen;
- über einen besonderen Zugang zu benachteiligten jungen Menschen verfügen.

Nicht jeder einzelne Kooperationspartner muss diesen Vorgaben entsprechen, aber in der Gemeinschaft des Bündnisses sollen alle oben genannten Kriterien erfüllt werden.

Die Kooperation muss durch eine gemeinsame Vereinbarung aller Kooperationspartner nachgewiesen werden. Natürliche Personen können nicht Bündnispartner sein.

(Quelle: jugendgruppe-erleben.de > "Förderung" > "PDF-Downloads" > "Programminformationen)
Über 200 Bündnisse werden bereits gefördert. Vier davon werden unter jugendgruppe-erleben.de > "Konzept" > "Jugendgruppe erleben" beispielhaft vorgestellt.
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