Fördermöglichkeiten

EU-Programm „Rechte, Gleichstellung und Unionsbürgerschaft“

Transnationale Projekte zur Bekämpfung von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Homophobie sowie anderen Formen der Intoleranz können über das EU-Programm gefördert werden. Programmziel ist es, den Europäischen Rechtsraum weiterzuentwickeln, in dem die Gleichstellung und die Rechte von Personen gefördert, geschützt und wirksam umgesetzt werden.

Förderfelder:
Demokratieförderung , Interkultureller Austausch , Soziale Integration
Art der Organisation:
EU-Förderung
Steckbrief:
Das neue Rahmenprogramm führt in der aktuellen EU-Förderperiode 2014-2020 die bisherigen Programme „Daphne III“, „Grundrechte und Unionsbürgerschaft“ sowie „PROGRESS Antidiskriminierung/Geschlechtergleichstellung“ aus der EU-Förderperiode 2007-2013 weiter. Es wird von der Europäischen Kommission – Generaldirektion Justiz verwaltet.

Weitere Informationen gibt es unter www.ec.europa.eu > "Justice" > "Grants1" > "Justice programme 2014-2020" > "Rights, Equality and Citizenship Programme 2014-2020".

Europäische Kommission Vertretung in der Bundesrepublik Deutschland

Unter den Linden 78
10117 Berlin

Telefon: 0 30 / 22 80 - 20 00
Fax: 0 30 / 22 80 - 22 22
E-Mail: eu-de-kommissioncec.eu.int
Internet: ec.europa.eu
Antrag:
Bitte bewerben Sie sich mit PRIAMOS, dem Zuschüsse Management-System der Justiz. Bei PRIAMOS können Bewerber sich registrieren, um Formulare herunterzuladen und ihre Bewerbung einzureichen (www.ec.europa.eu > "Justice" > "Grants1" > "Priamos").
Wissenswertes:
Mehrwert des EU-Programms
Alle Aktionen, die im Rahmen des Programms durchgeführt werden, müssen Ergebnisse hervorbringen, von denen so viele Mitgliedsstaaten wie möglich profitieren. Folgende Elemente sollten dabei besonders im Mittelpunkt stehen: Trägt das Projekt zur effektiven, umfassenden und konsequenten Umsetzung des Europarechts bei? Wird es zur Verbesserung des öffentlichen Bewusstseins und Wissens um die Rechte, Werte und Prinzipien beitragen, die mit dem Europarecht einhergehen? Wird es das Verständnis für Probleme stärken, die diese Rechte beeinträchtigen könnten? Ist es möglich, das gegenseitige Vertrauen zwischen den Mitgliedstaaten zu fördern und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit auszubauen? Was sind die länderübergreifenden Auswirkungen des Projekts? Trägt es seinen Teil zur Ausgestaltung und Verbreitung bewährter Praktiken bei? Wird es praktische Methoden und Lösungen bereitstellen, um grenzüberschreitende oder europaweite Herausforderungen anzugehen?
Richtlinien:
Bereiche, in denen eine Förderung möglich ist:
- Ausbildung (Personalaustausch, Workshops, Entwicklung von Ausbildungsmodulen, ...)
- Gegenseitiges Lernen, Zusammenarbeit, Austausch bewährter Verfahren, Peer-Reviews, die Entwicklung von ICT-Tools ...
- Sensibilisierungsmaßnahmen, Verbreitung, Konferenzen, ...
- Unterstützung der Hauptakteure (europäische Nichtregierungsorganisationen und Netzwerke, Behörden der Mitgliedstaaten, die das Europarecht durchführen, ...)
- Analytische Aktivitäten (Studien, Datenerfassung, Entwicklung gemeinsamer Methoden, Indikatoren, Umfragen, Vorbereitung von Führungen ...)

(Quelle: www.ec.europa.eu > "Justice" > "Grants1" > "Justice programme 2014-2020" > "Rights, Equality and Citizenship Programme 2014-2020")
Aktuell ist ein Aufruf offen, der den Austausch von „best practice“ zur Verhütung und Bekämpfung von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Homophobie sowie anderen Formen der Intoleranz („BEST“) fördert. Darüber hinaus können Projektvorschläge zur Überwachung und Meldung von Hassverbrechen und Hassreden im Internet („HATE“) eingereicht werden. Für den Aufruf stehen insgesamt 5,35 Mio. Euro zur Verfügung. Die Einreichfrist endet am 12. November 2014.

Anträge können u.a. von gemeinnützigen Organisationen und öffentlichen Einrichtungen gestellt werden. Projektvorschläge, die möglichst viele Programmländer (EU-28, Island und Liechtenstein) abdecken, werden hierbei bevorzugt. Dabei sollte das Projektkonsortium Partner aus mindestens fünf verschiedenen Programmländern umfassen. Antragsteller sollten darüber hinaus eine EU-Finanzhilfe von mindestens 300.000 Euro beantragen, wobei eine Höchstgrenze nicht festgelegt ist. Die EU fördert bis zu 80% der förderfähigen Gesamtkosten.

Im Mittelpunkt von „BEST“-Projekten steht der Austausch bewährter Verfahren, insbesondere im Hinblick auf die strafrechtliche Verfolgung von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Homophobie. Entsprechend sollten in die Projekte Vertreter der Gerichts- und Strafvollzugsdienste eingebunden werden. Gefördert werden auch Aktivitäten wie die Gestaltung eines Ethikkodex oder Sensibilisierungsmaßnahmen. Hier sollten Akteure mit Einfluss auf die öffentliche Meinung einbezogen werden (bspw. Medien, lokale Entscheidungsträger etc.).

Projekte, die unter die Priorität „HATE“ fallen, sollen zur Entwicklung einer effizienten Überwachung und Berichterstattung über sogenannte Hassverbrechen und Hassreden im Internet beitragen. Der Fokus liegt hierbei auf der Datensammlung und Überwachung rassistischer, fremdenfeindlicher oder homophober Webseiten sowie auf der Entwicklung wirksamer Meldeverfahren für Opfer von Hassverbrechen. Hier werden v.a. Großprojekte unter Teilnahme möglichst aller Programmländer gefördert.
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