Fördermöglichkeiten

Engagierte Stadt

Das Programm fördert Anlaufstellen vor Ort, um bürgerschaftliches Engagement zu stärken.

Förderfelder:
Soziale Integration , Demokratieförderung , Gemeinwesen
Art der Organisation:
Öffentliche Förderung
Steckbrief:
Bürgerschaftliches Engagement ist in unserer Gesellschaft unverzichtbar: Es stärkt Lebensqualität, solidarisches Zusammenleben und die Demokratie. Deutschland hat eine aktive Zivilgesellschaft, rund 23 Millionen Menschen sind bürgerschaftlich engagiert. Das ist gut so – die Beteiligung und das Engagement der Bürgerinnen und Bürger werden dringend gebraucht, um zukünftige Herausforderungen zu bestehen, vom demografischen Wandel über die Energiewende bis zur Sicherung von sozialem Zusammenhalt und Chancengleichheit.
Engagement ist aber nicht nur eine Sache des Einzelnen. Es braucht auch Anlaufstellen, Organisationsstrukturen und Ressourcen vor Ort. Denn hier, in den Städten und Gemeinden, findet das Engagement vor allem statt. Diese Anlaufstellen und Engagement-Zentralen vor Ort zu fördern ist ein wichtiger Schritt zu einem Gemeinwesen der Zukunft: der Engagierten Stadt.

Das Netzwerkprogramm "Engagierte Stadt" ist eine gemeinsame Initiative der Bertelsmann Stiftung, der BMW Stiftung Herbert Quandt, des Generali Zukunftsfonds, der Herbert Quandt-Stiftung, der Körber-Stiftung, der Robert Bosch Stiftung und des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Gemeinsam wollen sie nicht nur die kommunale Infrastruktur für Engagement stärken, sondern dabei auch neue Formen der strategischen Zusammenarbeit erproben: Das gilt für die innovative Kooperation von Stiftungen und öffentlicher Hand ebenso wie für die Zusammenarbeit der Förderer mit den lokalen Engagement unterstützenden Einrichtungen.

Weitere Informationen zum Förderprogramm finden sich unter engagiertestadt.de .

Engagierte Stadt c/o Körber-Stiftung

Kehrwieder 12
20457 Hamburg

Telefon: 040 / 80 81 92 - 0
Fax: 040 / 80 81 92 - 300
E-Mail: infokoerber-stiftung.de
Internet: koerber-stiftung.de
Rechtsform:
Rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts
Antragsinfo:
Ein Antragsformular ist bei der Organisation erhältlich
Antrag:
Der Antrag kann online unter engagiertestadt.de : "Hier geht es zur Bewerbung" eingereicht werden.
Antrags-Hilfe:
Zur Bewerbung ist eine einmalige Registrierung erforderlich. Geben Sie dazu bitte Ihren Namen und Ihre E-Mail-Adresse an. Danach wird Ihnen ein Passwort zugesendet. Die angegebene E-Mail-Adresse dient künftig als Benutzername.

Sie beschreiben Ihre Engagement unterstützende Organisation, Ihre Stadt oder Gemeinde, Ihre Partner und das Ziel sowie die Inhalte Ihres Vorhabens. Für Ihren Engagement-Entwicklungsprozess wird eine bedarfsorientierte Kostenschätzung bis max. 50.000 Euro über drei Jahre erwartet.
Einreichfristen:
1. März 2015
Wissenswertes:

Wie wird gefördert? Ihr Weg zur Engagierten Stadt

Konzeptphase (28. April bis 20. Juli)
Im April wählt die Jury aus unabhängigen Expertinnen und Experten und den Trägern der Engagierten Stadt 50 Bewerbungen aus. Die ausgewählten Engagement unterstützenden Einrichtungen werden in ein Netzwerk aufgenommen und erhalten je 2.000 Euro zur Konkretisierung ihrer Vorhaben, z.B. für externe Beratung. Bei einem Netzwerktreffen erhalten sie die Möglichkeit zum kollegialen Austausch miteinander und mit den Trägern des Programms Engagierte Stadt.

Auswahl und Förderphase (August 2015 bis Dezember 2017)
Die Jury wählt aus den weiter entwickelten Konzepten die vielversprechendsten Vorhaben aus. Die ausgewählten bis zu 50 Engagement unterstützenden Einrichtungen erhalten im September 2015 eine individuelle Förderzusage für 2015 bis 2017.

Beratung, Vernetzung, Transfer (2015 bis 2017)
Alle Engagement unterstützenden Einrichtungen des Netzwerks werden regelmäßig zu Netzwerktreffen eingeladen und haben Zugang zu den Aktivitäten und Angeboten der Programmträger. Das ermöglicht Peer Learning ebenso wie den Transfer erfolgreicher Engagementprozesse.
Richtlinien:

Teilnahmebedingungen
Sie können sich für eine Teilnahme am Programm Engagierte Stadt bewerben, wenn Ihre Organisation …

- in Deutschland als gemeinnützig anerkannt ist, das heißt über einen Freistellungsbescheid verfügt und keine Körperschaft des öffentlichen Rechts ist.
- in einer Kommune angesiedelt ist, die zwischen 10.000 und 100.000 Einwohnern hat.
- eine Doppelförderung der geplanten Maßnahme durch öffentliche Mittel ausschließen kann.

Darüber hinaus sind Sie bereit, in den kommenden drei Jahren aktiv am Netzwerk teilzunehmen, Netzwerktreffen zu besuchen und Ihre Erfahrungen aus Ihrer Arbeit einzubringen.
Auswahlkriterien

Auswahlkriterien
- Sie skizzieren ein realistisches Vorhaben mit nachvollziehbarem Prozessverlauf und angemessenem Förderbedarf.
- Sie haben, was Fragestellung, Thema oder Zielgruppe betrifft, einen lokal relevanten Fokus gewählt.
- Der von Ihnen geplante Prozess beteiligt in Zielsetzung und Durchführung möglichst viele für das Engagement wichtige lokale Akteure, Organisationen wie Bürgerinnen und Bürger.
- Der Prozess setzt stark auf Kooperation und Vernetzung vor Ort und wird insbesondere auch von der Kommunalpolitik, der Verwaltung und/oder örtlichen Unternehmen unterstützt.
- Sie legen überzeugend dar, wie Ihr Prozess auch nach 2017 nachhaltig weitergeführt werden kann.

(Quelle: engagiertestadt.de )
10 Merkmale einer Engagierten Stadt
Das Netzwerkprogramm Engagierte Stadt will die Zivilgesellschaft in Städten und Gemeinden stärken. Leitbild des Programms ist ein Gemeinwesen, in dem Engagement und Beteiligung für alle möglich sind und in dem stabile Strukturen für Engagement vorhanden sind.

In der Engagierten Stadt…

kennen Bürgerinnen und Bürger, die sich engagieren wollen, die richtigen Anlaufstellen.
- wird Engagement durch Vermittlung, Begleitung und Qualifikation gestärkt.
- sind die Anlaufstellen für Engagement finanziell und personell gut ausgestattet.
- arbeiten unterschiedliche Engagement fördernde Einrichtungen abgestimmt zusammen.
- unterstützen Politik und Verwaltung aktiv die Infrastruktur für Engagement.
- agieren auch Unternehmen als Partner und Förderer von Engagement.
- wirken engagierte Bürgerinnen und Bürger aktiv an Entscheidungsprozessen mit.
- setzt eine von allen Akteuren ausgehandelte lokale Engagementstrategie Themen, Ziele und Prioritäten für die lokale Engagemententwicklung.
- bürgen lokale Engagementbündnisse für eine gemeinsame Interessenvertretung.
- tragen die Verantwortlichen ihre Erfahrung bei der Etablierung einer nachhaltigen Engagementkultur gern an andere Städte weiter.
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