Fördermöglichkeiten

LEADER-Förderung des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER)

m Mittelpunkt der LEADER-Förderung stehen insbesondere Vorhaben, die die Innovations- und Wirtschaftskraft in den Regionen, die interkommunale Zusammenarbeit und den Tourismus stärken. Darüber hinaus sollen Antworten auf die drängenden Herausforderungen, wie etwa den demografischen Wandel, Klimawandel und oder Ressourcenschutz entwickelt und erprobt werden.

Förderfelder:
Gemeinwesen , Demokratieförderung
Art der Organisation:
EU-Förderung
Steckbrief:
LEADER steht für die "Verbindung von Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft" und ist ein Förderinstrument der Europäischen Union zur Stärkung und Weiterentwicklung der ländlichen Räume. Die Förderung von Projektmaßnahmen ist nur in abgegrenzten LEADER-Aktionsgebieten möglich, die zu Beginn der Förderperiode festgelegt wurden. Jedem Aktionsgebiet steht eine LEADER-Aktionsgruppe vor, die sich aus verschiedenen Wirtschafts- und Sozialpartnern und Vertretern der Kommunen zusammensetzt und für die Umsetzung der LEADER-Strategie verantwortlich ist.

Im Mittelpunkt der LEADER-Förderung stehen Vorhaben, die die regionale Wirtschaft stärken, Arbeitsplätze im ländlichen Raum erhalten und schaffen, den Tourismus in der Region fördern und zur Erhaltung und Inwertsetzung des ländlichen Erbes beitragen. LEADER zeichnet sich insbesondere durch den sogenannten "Bottom-Up-Ansatz" aus, d.h. die Bevölkerung vor Ort liefert Ideen und entscheidet in den Aktionsgruppen über die Förderung einzelner Projekte. Die Stärken einer Region können so optimal genutzt und weiter ausgebaut werden.

Weitere Informationen zu LEADER finden sich unter landwirtschaft-bw.info > "Regionalentwicklung" > "Europäischer Fonds für regionale Entwicklung" > "LEADER".

Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg (MLR)

Kernerplatz 10
70182 Stuttgart

Antragsinfo:
Ein Antrag kann schriftlich formlos gestellt werden
Antrag:
Bewerbungen zur Aufnahme in das LEADER-Förderprogramm mit einem Regionalen Entwicklungskonzept in fünfacher Ausfertigung und digitaler Version können beim

Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg
LEADER-Koordinierungsstelle
Büchsenstraße 54
70174 Stuttgart eingereicht werden
Antrags-Hilfe:
Im Rahmen der Bewerbung ist ein Regionales Entwicklungskonzept einzureichen. Das Regionale Entwicklungskonzept umfasst die regionale Strategie für die bevorstehende Förderperiode. Es ist die Grundlage der Auswahlentscheidung und zentrales Instrument für die spätere Umsetzung von LEADER im Aktionsgebiet. Es soll von regionalen Akteuren aus unterschiedlichen Gruppen und Institutionen erstellt werden. Die Anforderungen an die Bewerbungsunterlagen können beim Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg (E-Mail: leader@lgl.bwl.de ) erfragt werden.
Einreichfristen:
30. September 2014
Wissenswertes:
Neuausrichtung in LEADER 2014-2020
Das LEADER-Förderprogramm wurde für die Förderperiode 2014-2020-2014 neu ausgerichtet. Dabei erweiterten sich das Förderspektrum sowie die Gestaltungsspielräume der LEADER-Aktionsgruppen. Mit dieser Regelung können die lokalen Akteure ihre Förderschwerpunkte und Fördersatzhöhen für bestimmte Maßnahmen selbst festlegen. Um den Einstieg für die LEADER-Aktionsgruppen zu erleichtern, erhalten Sie sowohl Schulungen als auch erfahrene Ansprechpartner, an die sie sich jederzeit wenden dürfen.

Alternative Wege für nicht auserwählte Regionen
Für diejenigen Regionen, die dieses Mal nicht zum Zuge kamen, sieht das Land dennoch alternative Wege vor. Nämlich auch die nicht ausgewählten Regionen haben deutlich gezeigt, dass ihr Interesse an einer nachhaltigen Regionalentwicklung im Ländlichen Raum besonders hoch ist. So sollen die erstellten Regionalen Entwicklungskonzepte die Grundlage dafür sein, andere Förderprogramme aufzugreifen und zu fördern. Ein Beispiel hierfür wäre der Zusammenschluss mehrere Kommunen, um Projekte umzusetzen, die einer ganzen Region nutzen, wie vom Rad- und Wanderweg bis zu gemeinschaftlich genutzten Infrastruktureinrichtungen.
Richtlinien:
Die Lokalen Aktionsgruppen sollen mit ihren regionalen Entwicklungskonzepten zu den Zielen von Europa 2020, der GSR-Verordnung und den Prioritäten des ELER beitragen sowie den landespolitischen Zielsetzungen im Rahmen des MEPL III Rechnung tragen.

Die komplette Ausschreibung findet sich unter landwirtschaft-bw.info > "Regionalentwicklung" > "Europäischer Fonds für regionale Entwicklung" > "LEADER" > "LEADER 2014-2020" > "Vorbereitungen zur Förderperiode 2014-2020".
Die 18 LEADER-Aktionsgruppen, die von Ministerpräsident Winfried Kretschmann und dem Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Alexander Bonde, am 7. Januar 2015 in Stuttgart die Auszeichnungsurkunde erhalten haben, finden sich unter landwirtschaft-bw.info > "Regionalentwicklung" > "Europäischer Fonds für regionale Entwicklung" > "LEADER" > "Auszeichnung der LEADER-Gebiete 2014-2020". Jede Aktionsgruppe kann mit rund vier Millionen Euro an öffentlichen Mitteln rechnen. Dabei handelt es sich um Fördermittel von der EU und dem Land Baden-Württemberg.
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