Fördermöglichkeiten

INTERREG-Bundesprogramm "Transnationale Zusammenarbeit"

Mit dem Programm fördert das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur INTERREG-Projekte mit thematischen Schwerpunkten von besonderem Bundesinteresse, die einen Beitrag zur nachhaltigen Raumentwicklung leisten.

Förderfelder:
Interkultureller Austausch , Demokratieförderung , Wissenschaft / Forschung / Technik
Art der Organisation:
EU-Förderung
Steckbrief:
Neben der finanziellen Unterstützung werden die Projekte in einen übergeordneten strategischen und politischen Rahmen eingebunden. Damit wird sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene breite Aufmerksamkeit für die wichtigen Themen der territorialen Zusammenarbeit geschaffen. Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) unterstützt das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) bei der Durchführung dieses Programms. Die Kooperationspartner werden beim Aufbringen der nationalen Kofinanzierung ebenso wie bei der Qualifizierung der Projektanträge und einer wirkungsvollen Öffentlichkeitsarbeit unterstützt.

Im Rahmen der thematischen Schwerpunkte der transnationalen Programme fördert das BMVI Projekte mit klarem Bezug zur Raumentwicklung.

Weitere Informationen gibt es unter www.interreg.de > "Bundesförderung".

Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur

Invalidenstraße 44
10115 Berlin

Telefon: 030 18 300 - 0
Fax: 030 18 300 1920
E-Mail: poststellebmvi.bund.de-mail.de
Internet: www.bmvi.de
Antragsinfo:
Ein Antragsformular ist bei der Organisation erhältlich
Antrag:
Die Anträge müssen an das
Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung(BBSR)
I 3 - Europäische Raum- und Stadtentwicklung
Jens Kurnol
Deichmanns Aue 31-37
53179 Bonn
E-Mail: Interreg@bbr.bund.de gesendet werden.

Vor Ablauf des Stichtages (bis 24.00 Uhr) muss eine unterschriebene Version des Antrags beim BBSR vorliegen, dies kann auch ein Scan des unterschriebenen Antrags per E-Mail oder per Fax sein. Die unterschriebene Originalversion (in einfacher Ausfertigung) sollte dann per Post umgehend folgen.

Zudem sollte auch die elektronische MS-Excel-Datei des Antrages per E-Mail übersendet werden, um eine spätere Bearbeitung des Antrags zu vereinfachen.
Antrags-Hilfe:
Die Beantragung für eine Bundesförderung erfolgt auf Basis eines Antragsformulars im MS-Exce-Format. Im Antragsformular ist eine Kurzbeschreibung der Projektidee, die zentralen Ziele und erwarteten Ergebnisse anzugeben. Im zugehörigen Arbeits- und Kostenplan werden nähere Angaben zu den geplanten Tätigkeiten, Kosten und der Finanzierung angeführt.

Kontakt
Jens Kurnol
Referat I 3 - Europäische Raum- und Stadtentwicklung
Tel.: +49 228 99401-2304
jens.kurnol@bbr.bund.de
Einreichfristen:
Die nächsten Stichtage für die Einreichung von Anträgen auf Förderung aus dem Bundesprogramm "Transnationale Zusammenarbeit" gibt es unter www.interreg.de > "Bundesprogramm" > "Förderung beantragen".
Wissenswertes:
Zu den übergeordneten Zielen des Bundesprogramms zählen
- die Stärkung der Europakompetenz lokaler und regionaler Akteure,
- die Einbindung neuer Akteure in die transnationale Zusammenarbeit,
- der Aufbau langfristiger Kooperationsbeziehungen und öffentlich-privater Partnerschaften,
- die Vorbereitung und Planung von Investitionen,
- Qualifizierung und Zertifizierung zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit von Städten und Regionen
- die Umsetzung der "Territorialen Agenda 2020" der EU und der Beitrag zur Erfüllung der Ziele der "Europa 2020-Strategie" der EU vor Ort.

Außerdem unterstützt das Programm insbesondere die
- raumentwicklungspolitische Zusammenarbeit, unter anderem in bestehenden und sich entwickelnden europäischen Makroregionen,
- Vorbereitung und Einrichtung dauerhafter transnationaler und/oder grenzüberschreitender Kooperationsstrukturen (z.B. EVTZ, Vereine).
Richtlinien:
Zielgruppe der Förderung
Prinzipiell sind alle Organisationen mit Sitz in Deutschland förderfähig. Hauptzielgruppe der Förderung sind Behörden, Einrichtungen des öffentlichen Rechts sowie Einrichtungen in öffentlicher Trägerschaft("public-equivalent bodies"). Im Einzelfall kann auch eine Förderung privater juristischer Personen wie z.B. Verbände, Vereine und Unternehmen erfolgen. Die Förderung von natürlichen Personen ist nicht möglich.


Arten der Förderung
Grundsätzlich sind drei Kategorien der Förderung im Bundesprogramm vorgesehen: die Förderung der Antragserstellung, die Beteiligung an der Kofinanzierung der EU-Mittel und die Finanzierung eines zusätzlichen Projektbausteins.

Details zu den einzelnen Kategorien werden mit jedem Aufruf veröffentlicht. Bitte beachten Sie, dass nicht jede Kategorie zu jedem Aufruf geöffnet wird.

- Förderung der Antragserstellung(Vorlauf)
Die Vorlaufförderung finanziert die Vorbereitung eines INTERREG B-Antrages. Ziel und Zweck der Förderung ist die Einreichung eines Projektantrags in einem der sechs INTERREG B-Programme mit deutscher Beteiligung. Förderfähig sind dabei Aktivitäten zur Partnersuche, zum Organisations-, Planungs- und Abstimmungsprozess sowie zur Erstellung des Projektantrags.

Die Vorlaufförderung richtet sich vorrangig an deutsche Organisationen, die beabsichtigen, in der Funktion als Lead Partner ein INTERREG B-Projekt zu entwickeln und zu beantragen. Dabei sind vor allem Organisationen angesprochen, die INTERREG B-Erfahrungen einbringen können, aber nicht unbedingt bereits als Lead Partner fungiert haben.

Der Maximalbetrag für eine Förderung der Antragstellung beträgt 25.000 Euro. Es wird eine angemessene Eigenbeteiligung des Antragstellers erwartet. Eine gewährte Vorlauffinanzierung durch das Bundesprogramm ist unabhängig vom Erfolg des Antrags im INTERREG B-Programm.

- Übernahme anteiliger Kofinanzierung der EU-Mittel (Kofinanzierung)
INTERREG B-Projekte werden vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) teilfinanziert. Die Förderquote liegt je nach Kooperationsraum zwischen 50 und 85%. Der Restbetrag muss durch die beteiligten Partner aufgebracht werden (sogenannte nationale Kofinanzierung). Dieser Betrag wird durch das Bundesprogramm bezuschusst. Auch hier wird eine angemessene Eigenbeteiligung des Antragstellers erwartet. Eine Förderung aus dem Bundesprogramm "Transnationale Zusammenarbeit" soll für Landes- und Bundesbehörden maximal 50%, für alle anderen Antragsteller maximal 75% des nationalen Kofinanzierungsanteils betragen. Die Förderung aus dem Bundesprogramm sollte in der Regel 60.000 Euro nicht unterschreiten und 100.000 Euro nicht übersteigen.

Die Beteiligung an der Kofinanzierung durch das Bundesprogramm richtet sich vorrangig an deutsche Lead Partner.

- Finanzierung eines zusätzlichen Projektbausteins (Andock)
Diese Förderart dient der Finanzierung von Maßnahmen, die im Rahmen des INTERREG B-Projekts nicht oder nur ungenügend durchgeführt werden können, die aber von besonderem Bundesinteresse sind. Gründe hierfür können z.B. neue Entwicklungen oder Erkenntnisse sein, die bei der Antragstellung noch nicht erkennbar waren. Auch Maßnahmen zur Kommunikation und zur Verstetigung der Projektergebnisse sind förderfähig. Diese Art der Förderung steht allen deutschen Projektpartnern in INTERREG B-Projekten offen. Eine Förderung in dieser Kategorie sollte 50.000 Euro nicht übersteigen. Es wird eine angemessene Eigenbeteiligung des Antragstellers erwartet.

(Quelle: www.interreg.de > "Bundesförderung" > "Förderung beantragen" > "Hinweise für Antragsteller")
Mit einem Budget von insgesamt knapp 4,2 Millionen Euro förderte das BMVI mit dem Bundesprogramm "Transnationale Zusammenarbeit" zwischen 2007 und 2013 gut 100 verschiedene INTERREG B-Projekte aus allen Programmräumen mit deutscher Beteiligung. Die geförderten Projekte zeigen, dass staatenübergreifende Lösungen nationale Ansätze oft sinnvoll ergänzen und erweitern. Als Plattform zum Erfahrungsaustausch sind die transnationalen Projekte ein Stück gelebtes Europa.

Eine Übersicht über die von 2007 bis 2013 kofinanzierten Projekte finden Sie in der Broschüre "Partnerschaftlich für Europa" unter www.interreg.de > "Bundesförderung" > "Geförderte Projekte".
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