Fördermöglichkeiten

Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF)

Allgemeines Ziel des Fonds ist es, einen Beitrag zur effizienten Steuerung der Migrationsströme in der Union im Rahmen des Raums der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts im Einklang mit einer gemeinsamen Asylpolitik, der Politik subsidiären und vorübergehenden Schutzes und der gemeinsamen Einwanderungspolitik zu leisten.

Förderfelder:
Soziale Integration , Demokratieförderung , Interkultureller Austausch
Art der Organisation:
EU-Förderung
Steckbrief:
Der "Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF)" setzt 2014-2020 das Programm "Solidarität und Steuerung der Migrationsströme (SOLID)" aus der vorangegangenen EU-Förderperiode fort. Im Rahmen des "AMIF" sind der "Europäische Flüchtlingsfonds", der "Europäische Integrationsfonds" sowie der "Europäische Rückkehrfonds" in einem einzigen Fonds zusammengefasst.

In Deutschland wird der "AMIF" durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) umgesetzt, auf dessen Seite unter bamf.de > "Das BAMF" > "EU-Fonds" > "Asyl-, Migrations-, und Integrationsfonds (AMIF)" sich alle weiteren Informationen finden lassen.

Neben der Möglichkeit, sich an den nationalen Programmen zu beteiligen, können in den verschiedenen Programmbereichen von "AMIF" in der Regel einmal im Jahr Projektvorschläge für transnationale Projekte zur europaweiten Vernetzung eingereicht werden. Die Antragstellung erfolgt hier direkt über die Europäische Kommission (ec.europa.eu/home-affairs > "Financing: Funding" > "Asylum, Migration, Integration" > "Asylum, Migration and Integration Fund"; nur auf Englisch verfügbar).

Bundesamt für Migration und Flüchtlinge

Frankenstraße 210
90461 Nürnberg

Telefon: 0911 943-0
Fax: 0911 943-1000
E-Mail: infobamf.bund.de
Internet: www.bamf.de
Antragsinfo:
Ein Antragsformular ist bei der Organisation erhältlich
Antrag:
Falls auf eine künftige Aufforderung zur Einreichung von Projektanträgen ein Antrag auf Förderung aus dem AMIF gestellt werden soll, ist vorab eine Registrierung auf dem Registrierungsportal (bamf.de > "Das BAMF" > "EU-Fonds" > "Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF)" > "Links") notwendig, welche Voraussetzung für eine spätere Antragstellung ist.

Alle zur Einreichung erforderlichen Unterlagen lassen sich unter bamf.de > "Das BAMF" > "EU-Fonds" > "Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF)" > "Aufforderung" > "Aufforderung Jahr" herunterladen.
Antrags-Hilfe:
Der Projektantrag besteht aus dem Antragsvordruck und dem (Gesamt-)Finanzplan. Der Gesamtfinanzplan muss die Gesamtlaufzeit und die Gesamtkosten des Projektes umfassen. Zusätzlich ist ein hinsichtlich Gesamtlaufzeit und Gesamtkosten nach Projektjahren aufgeschlüsselter Finanzplan vorzulegen.

Der Projektantrag ist in Papierform mit allen erforderlichen Anlagen einzureichen. Die Projektantragsteller sind verpflichtet, das auf der Homepage zur Verfügung gestellte Antragsformular mit allen erforderlichen Anlagen und Beiblättern mit rechtsverbindlicher Unterschrift in einem verschlossenen Umschlag postalisch zu versenden.

Der postalische Antrag muss spätestens bis zum Einsendeschluss direkt bei der

EU-Fonds (AMIF)
Zuständige Behörde

beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge
Frankenstraße 210
90461 Nürnberg

eingegangen sein.
Zeitgleich ist der Antrag (bestehend aus Antragsvordruck und (Gesamt-)Finanzplan) ohne weitere Anlagen in elektronischer Form an folgende E-Mail Adresse zu versenden: AMIF-Antrag2017@bamf.bund.de .
Einreichfristen:
26. September
Wissenswertes:
Förderschwerpunkte
Die inhaltliche Ausrichtung des AMIF wird durch das siebenjährige nationale Programm des Mitgliedstaates Deutschlands für die Förderperiode 2014 bis 2020 beschrieben.

Im Bereich Asyl ist der überwiegende Teil der Mittel für Projekte im Nationalen Ziel Aufnahme und Asylsysteme geplant. Neben der Verbesserung der Beratung und Erstorientierung steht die Identifizierung und Betreuung besonders schutzbedürftiger Flüchtlinge im Fokus.

Im Bereich Integration sind die Schwerpunkte im Bereich der Vorintegration, der Teilhabe von Migranten am ökonomischen, sozialen, kulturellen und politischen Leben sowie der Verbesserung des Integrationsmanagements gesetzt.

Im Bereich Rückkehr liegt der Fokus weiterhin auf der freiwilligen Rückkehr und stärker als bisher auf der Reintegration im Herkunftsland. Deutschland wird hier auch transnationale Projekte wie ERIN zusammen mit anderen EU-Mitgliedstaaten weiterführen.

Zielgruppe: Personen mit Duldungsstatus
Für den Asyl-, Migrations und Integrationsfonds wurde bei der Zielgruppendefinition im Spezifischen Ziel Asyl im Gesetzgebungsverfahren durch den Europäischen Rat und das Europäische Parlament im Vergleich zum Europäischen Flüchtlingsfonds (SOLID) eine Einschränkung vorgenommen. Nunmehr gehören Personen, die bereits eine endgültige Entscheidung in Form eines Duldungsstatus erhalten haben nicht mehr zur Zielgruppe.

Geduldete Personen gehören aber weiterhin zur Zielgruppe im Spezifischen Ziel Rückkehr und können an begleitenden Maßnahmen im Rückkehrverfahren teilnehmen.
Richtlinien:
Berechtigung zur Antragstellung
Zuwendungsempfänger können regelmäßig nur eingetragene juristische Personen des Privatrechts oder des öffentlichen Rechts (z. B. Träger der freien Wohlfahrtspflege, kirchliche und karitative Einrichtungen, eingetragene Vereine, nationale und internationale
Nichtregierungsorganisationen, Gebietskörperschaften) sowie internationale Organisationen jeweils alleine oder in Kooperationspartnerschaft mit anderen Organisationen sein.

Zur Antragstellung genügt ein Projektantrag eines Partners. Der Projektantragssteller ist allein für die inhaltliche Durchführung und die Gesamtfinanzierung des Projektes sowie für die Führung des Verwendungsnachweises verantwortlich. Er ist der alleinige Ansprechpartner für die EU-Zuständige Behörde.

Projektlaufzeit
Die maximal geförderte Projektlaufzeit beträgt 24 Monate. Es wird empfohlen, die Projekte erst zu beginnen, wenn eine Bewilligung der Fördermittel erfolgt ist. Ein vorzeitiger Projektbeginn erfolgt auf eigenes finanzielles Risiko und ist im Fall der Projektförderung gegenüber der EU-Zuständigen Behörde zu begründen.

Mindestantragssumme
Die EU-Fördersumme muss pro Jahr der Projektlaufzeit mindestens 100.000 Euro betragen (bei einer Förderung mit max. 75% müssen die Gesamtprojektkosten 133.333,33 Euro pro Projektjahr betragen). Die Mindestantragssumme gilt auch für Projekte mit einer Laufzeit von unter einem Jahr. Projekte mit einer EU-Fördersumme unter 100.000 Euro werden nicht gefördert.

Die kompletten Richtlinien stehen als PDF-Datei unter bamf.de > "Das BAMF" > "EU-Fonds" > "Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF)" > "Aufforderung" > "Aufforderung Jahr" > "Aufforderung zur Einreichung von Projektvorschlägen" zum Download bereit.
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