Fördermöglichkeiten

Gemeinsam in Vielfalt – Lokale Bündnisse für Flüchtlingshilfe

Ziel des Förderprogramms "Gemeinsam in Vielfalt – Lokale Bündnisse für Flüchtlingshilfe" der Landesregierung von Baden-Württemberg ist die Verbesserung der Lebenssituation von Flüchtlingen durch bürgerschaftliches Engagement.

Förderfelder:
Soziale Integration , Demokratieförderung
Art der Organisation:
Öffentliche Förderung
Steckbrief:
Sozialministerin Katrin Altpeter hat zusammen mit der Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung, Gisela Erler, ein neues Förderprogramm aufgelegt, mit dem die Arbeit von zivilgesellschaftlichen Initiativen in der Flüchtlingshilfe unterstützt wird. Ziel des zunächst mit einer Million Euro ausgestatteten Programms "Gemeinsam in Vielfalt" ist es, im Land lokale Bündnisse für Flüchtlingshilfe zu gründen beziehungsweise auszubauen.

Das Förderprogramm soll zivilgesellschaftliches Engagement unterstützen und stärken. Es soll auf aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen bei der Aufnahme von Flüchtlingen aus Krisengebieten reagieren und dem humanitären Auftrag der Flüchtlingshilfe Rechnung tragen. Im Zusammenwirken unterschiedlicher gesellschaftlicher Akteure (Kommunen, Wirtschaft, Zivilgesellschaft) sollen gemeinsam mit Flüchtlingen neue Wege des Zusammenlebens und des Zusammenwirkens entwickelt und erprobt werden. Willkommenskultur soll gelebt werden, und Flüchtlinge sollen mit ihren Talenten und Fähigkeiten in der Heimat auf Zeit oder der neuen Heimat integriert werden. Eigenes Engagement bietet Flüchtlingen die Möglichkeit, ihr Können zu zeigen, Wissen einzubringen, und den Alltag zu strukturieren. Stereotype Klischees gegenüber Flüchtlingen werden so revidiert und Schwellenängste abgebaut.

Weitere Informationen zur Förderung gibt es unter sm.baden-wuerttemberg.de > "Menschen" > "Bürgerengagement" > "Förderaufruf: Lokale Bündnisse für Flüchtlingshilfe".

Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg

Schellingstr. 15
70174 Stuttgart

Telefon: 0711 123-0
Fax: 0711 123-3999
E-Mail: poststellesm.bwl.de
Internet: sm.baden-wuerttemberg.de
Antragsinfo:
Ein Antragsformular ist bei der Organisation erhältlich
Antrag:
Der Antrag ist mit anliegendem Antragsformular bis zum Einsendeschluss bei folgender Adresse einzureichen:

Ministerium für Arbeit und Sozialordnung,
Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg

Referat 16 – Bürgerschaftliches Engagement
Schellingstr. 15
70174 Stuttgart
Einreichfristen:
30. Juni
Wissenswertes:
Ein "Kompetenzteam Lokale Bündnisse" aus Vertreterinnen und Vertretern der Landesre-gierung, der Kommunalen Landesverbände, der freien Wohlfahrtspflege und ggf. weiterer Projektpartner schlägt nach Sichtung der eingegangenen Anträge geeignet erscheinende Projekte zur Förderung vor. Bewilligungsbehörde ist das Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren.
Richtlinien:
Zuwendungszweck
Gegenstand der Förderung sind Lokale Bündnisse für Flüchtlingshilfe, die dem Engage-ment von Flüchtlingen, der Gewinnung und der Koordinierung des Engagements für Flüchtlinge und insbesondere dem Zusammenwirken und der Vernetzung der im Sozial-raum agierenden Akteure dienen. Netzwerke sollen auf- und ausgebaut werden.

Antragsteller sind
- Kommunen und Landkreise (Kooperationen sind möglich, Zuwendungsempfänger kann aber jeweils nur eine Kommune/ein Landkreis sein),
- Verbände der Liga, sofern sie über langjährige Erfahrung in der Migrationsarbeit und über ausreichende Strukturen in der Region verfügen, mit Zustimmung der jeweiligen Kommune.

Zuwendungsvoraussetzungen sind
- der Auf- oder Ausbau eines auf Dauer angelegten Lokalen Bündnisses für Flüchtlingshilfe, insbesondere in Kommunen und Landkreisen, in denen es bisher keine im Flüchtlingsbereich tätigen Netzwerke gibt;
- die Durchführung eines Beteiligungsverfahrens unter Einbeziehung der Flüchtlinge und aller relevanten Akteure der Flüchtlingshilfe vor Ort;
- die Gründung eines beständigen Gremiums, bestehend aus engagierten Bürger(inne)n, Flüchtlingen und Fachkräften zur Begleitung des Lokalen Bündnisses;
- die Einrichtung eines Kleinbudgets in Höhe von bis zu 20 Prozent der Fördersumme, höchstens 3.000 Euro, welches die Gemeinschaft der Flüchtlinge eigenverantwortlich und in einem demokratischen Prozess verwalten kann;
- ein an der Ausgangslage und den Bedarfen des Sozialraums orientierter Ansatz;
- die Bereitschaft zur engen Anbindung an das entsprechende kommunale Netzwerk Bürgerschaftliches Engagement, die durch die Teilnahme an der fachlichen Begleitung durch die Fachberatungen der kommunalen Landesverbände sichergestellt wird;
- Vernetzung und Beteiligung von mindestens 3 zivilgesellschaftlichen Organisationen vor Ort, z.B. auch Mehrgenerationenhäuser, Mütterzentren o.a.. Als Organisation gilt auch der Zusammenschluss mehrerer Engagierter.

Ausgaben (kassenwirksame Aufwendungen) können insbesondere in folgenden Bereichen als zuwendungsfähig anerkannt werden:
- Infrastruktur und Räume
- Informationsveranstaltungen zur Gewinnung von Ehrenamtlichen
- Workshops/Fachtagungen/Beteiligungsveranstaltungen
- Vernetzung und Koordinierung
- o. g. Kleinbudgets
- Projektbezogene Qualifizierung/Coaching (für grundlegende Qualifizierungsmaßnahmen, die über das einzelne Projekt hinausgehen, stehen gesonderte Mittel zur Verfügung)
- ggf. Personalausgaben und/oder externe Unterstützung.

(Quelle: sm.baden-wuerttemberg.de > "Menschen" > "Bürgerengagement" > "Förderaufruf: Lokale Bündnisse für Flüchtlingshilfe")
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