Fördermöglichkeiten

Jugend ins Zentrum!/Kultur macht stark

"Jugend ins Zentrum!" unterstützt kulturelle Angebote, in denen Kinder und Jugendliche im wahrsten Wortsinne im Mittelpunkt stehen und sich aktiv mit den eigenen Lebens(t)räumen auseinandersetzen können.

Förderfelder:
Kunst / Kultur , Bildung / Erziehung , Demokratieförderung , Soziale Integration
Art der Organisation:
Öffentliche Förderung
Steckbrief:
Seit dem Frühjahr 2013 ist die Bundesvereinigung mit ihrem Konzept "Jugend ins Zentrum!" an dem Programm "Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung beteiligt, das im Zeitraum 2013 bis 2017 bundesweit lokale Bündnisse aus mindestens drei Partnern unterstützt, die Angebote der kulturellen Bildung für Kinder und Jugendliche mit erschwertem Zugang zu Kunst und Kultur durchführen.

Die niedrigschwelligen und nicht-kommerziellen Angebote sollen zur kreativen Eigentätigkeit anregen und zwischen professionellen Kunstproduktionen und selbst organisiertem künstlerisch-
kulturellen Schaffen vermitteln. Sie sollen den Jugendlichen ermöglichen, ihre Themen im Rahmen kultureller Workshops und Produktionen zu bearbeiten, ihre künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten aktiv zu erproben, zu erweitern und gezielt für die Gestaltung ihrer Lebenswelt einzusetzen. Im Rahmen von "Jugend ins Zentrum!" sind für das Jahr 2017 ca. 55 lokale Bündnisse geplant.

Weitere Informationen zur Förderung gibt es unter jugend-ins-zentrum.de .

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Dienstsitz Berlin
11055 Berlin

Telefon: 030 / 18 57 - 0
Fax: 030 / 18 57-83601
E-Mail: informationbmbf.bund.de
Internet: www.bmbf.de
Antragsinfo:
Ein Antragsformular ist bei der Organisation erhältlich
Antrag:
Die Antragsunterlagen und wichtige Hinweise zur Antragstellung finden sich unter foerderung.buendnisse-fuer-bildung.de > "Maßnahmenbeschreibungen" > "Jugend ins Zentrum!".
Antrags-Hilfe:
Das Bewerbungsverfahren ist zweistufig. Die Beantragung in der ersten Stufe erfordert die Eingabe der Stammdaten in die "Kumasta“-Datenbank". Neben den Antragsformularen finden sich hier auch ein Merkblatt mit Hinweisen zur Antragsbearbeitung, ein Muster für die Absichtserklärung der Bündnispartner sowie eine FAQ-Liste mit für die Projektkonzeption und -umsetzung verbindlichen Informationen. Weitere Rückfragen zum Verfahren können bei der Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V. telefonisch Dienstag bis Donnerstag von 13 bis 16 Uhr oder per Mail gestellt werden.

Entscheidend für den fristgemäßen Eingang ist der digitale Eingang der Dokumente bis zur Einreichefrist. Details hierzu sind dem Merkblatt zu entnehmen. Alle Unterlagen müssen außerdem rechtsgültig unterschrieben bis Ende der 31. Kalenderwoche bei der Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V. postalisch als Gesamtantrag eingereicht werden.

Folgende Dokumente gehören zu einem vollständigen Antrag:
a) Darstellung der Bündnispartner (entfällt bei Folgeprojekten)
b) Projektskizze
c) Finanzkalkulation
d) über die Druckansicht generierter Ausdruck des BMBF-Datenbank-Antrages
e) Absichtserklärung zur Zusammenarbeit der Bündnispartner

Postadresse für die Einreichung der Anträge:
Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e. V.
Projekt "Jugend ins Zentrum!"
Lehrter Straße 27-30, 10557 Berlin

Digitale Einreichung der Anträge:
Die Einreichung der Anträge erfolgt direkt über die kumasta-Datenbank, in die zuvor bereits alle Stammdaten eingegeben wurden. Bevor der Antrag per Aktivierung des Buttons "Skizze einreichen" digital an die Bundesvereinigung übermittelt wird, gilt es die beiden pdf-Dateien "Projektskizze" und "Darstellung der Bündnispartner" (nicht notwendig bei Folgeprojekten) unter dem Navigationsfeld "Anlagen" in die Datenbank hochzuladen. Erst dann kann der Antrag über das zweimalige Aktivieren des Buttons "Skizze einreichen" eingesendet werden. Falls es Probleme mit dem Hochladen der Anlagen gibt, können die beiden pfd-Dateien auch an folgende Mailadresse geschickt werden: madlen.hinze@soziokultur.de .
Einreichfristen:
31. Juli
Wissenswertes:
Alle Angebote dürfen ausschließlich
außerunterrichtlich stattfinden und richten sich schwerpunktmäßig an
bildungsferne Kinder bzw. Jugendliche. Das BMBF beruft sich dabei auf den Nationalen Bildungsbericht. Darin werden drei Risikolagen beschrieben, durch die die Bildungschancen beeinträchtigt sein können:

- wenn die Eltern ein geringes Einkommen haben (finanzielles Risiko)
- wenn die Eltern über eine geringe Ausbildung verfügen (Risiko der Bildungsferne).
- wenn die Eltern nicht in das Erwerbsleben integriert sind (soziales Risiko)

Es ist sicher zu stellen, dass mindestens eines der o.g. Kriterien auf die Mehrheit der am Projekt beteiligten Kinder/Jugendlichen zutrifft.
Die für "Kultur macht stark" verbindliche Definition von "außerunterrichtlich" sind dem FAQ-Dokument zu entnehmen.

Wofür können konkret Fördermittel beantragt werden?
Die Mittel werden für Projektvorhaben mit einer Laufzeit von mindestens fünf und maximal zwölf Monaten bewilligt. Die direkte Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen muss dabei mindestens drei Monate betragen. Frühestmöglicher Projektbeginn ist der 1. Januar des darauffolgenden Jahres.

Die Mittel für die Projektvorhaben der Bündnisse sind auf Grundlage einer vorgegebenen Struktur des Finanzplans zu beantragen, der erst in der zweiten Antragsstufe von den ausgewählten Bündnissen anzupassen ist. Förderfähig sind ausschließlich Honorare und Sachausgaben wie Büro- und Arbeitsmaterialien, Druckerzeugnisse oder Fahrt- und Verpflegungskosten für die Teilnehmenden. Darüber hinaus stehen Mittel für die Qualifizierung von Ehrenamtlichen zur Verfügung: Im Finanzplan können bedarfsorientierte, projektrelevante Fortbildungsangebote einkalkuliert werden, bspw. zu Methoden der Arbeit mit bildungsbenachteiligten Kindern und Jugendlichen, zur Kommunikation/Öffentlichkeitsarbeit oder zum Fundraising.

Es ist erwünscht, dass bereits eingerichtete Bündnisse mehrjährig aktiv sind und Folgeprojekte oder die Wiederholung einer Maßnahme beantragen. Auf die Weiterförderung eines Bündnisses besteht dabei kein Anspruch; die Projektkonzeption wird auch bei der Weiterführung eines Vorhabens erneut in das Juryverfahren aufgenommen. Das Jahr 2017 stellt hierbei ein Ausnahmejahr dar, da die erste Programmphase Ende 2017 endet.
Richtlinien:
Wer kann sich beteiligen?
Ein Antrag kann von Vereinen oder anderen Non-Profit-Organisationen gestellt werden, die in der Lage sind, als strukturelle Eigenleistung die notwendigen räumlichen Zugänge für die Durchführung von kulturellen Maßnahmen mit Jugendlichen (Theatersaal, Tonstudio, Werkstätten etc.) über einen mehrmonatigen Zeitraum regelmäßig und kostenfrei zur Verfügung zu stellen. Die infrastrukturelle Eigenleistung kann auch von einem der Bündnispartner erbracht werden. Kommunen können kein federführender Bündnispartner (= Antragsteller/-in), gerne aber Bündnispartner sein. Die Antragstellung ist auch für Initiativen/Organisationen möglich, die kein Mitglied der Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V. sind.

Der/die Antragsteller/-in sollte die nachfolgenden Aussagen positiv beantworten können:
- Sie vertreten einen Verein bzw. eine Einrichtung aus dem Non-Profit-Bereich.
- Sie arbeiten im künstlerischen oder kulturpädagogischen Umfeld oder haben Kooperationspartner aus diesem Arbeitsbereich.
- Bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche zwischen 8 und 18 Jahren sind eine interessante (neue oder bewährte) Zielgruppe Ihrer Arbeit.
- Sie sind überzeugt, dass sich über die Projektidee Kinder bzw. Jugendliche über einen längeren Zeitraum zur Beteiligung motivieren lassen.
- Sie würden gerne mehrmonatige künstlerische und kulturpädagogische Angebote für diese Zielgruppe durchführen.
- Die Vernetzung mit lokalen Partnern ist dabei für Sie eine wichtige Voraussetzung.
- Sie oder einer Ihrer Projektpartner verfügen über eine ausreichende räumliche Infrastruktur, um Kulturangebote umsetzen zu können.

Zu berücksichtigen sind in den Angeboten Qualitätsmerkmale kultureller Jugendbildung wie Stärkenorientierung, Ganzheitlichkeit, Selbstwirksamkeit und insbesondere auch die Partizipation der Teilnehmenden bei der Ausgestaltung der Angebote.
Wünschenswert ist außerdem eine soziokulturelle Ausrichtung, z.B. durch die Niedrigschwelligkeit des Angebots, seine Nähe zur Lebenswelt der Jugendlichen oder einen gesellschaftspolitisch relevanten thematischen Rahmen.
Die aktive Arbeitsphase mit den Kindern/Jugendlichen sollte mindestens drei Monate betragen. Prozess- und Produktcharakter des "Erfahrungsraum Kunst" sollten sich die Waage halten und bereits im Konzept gleichermaßen berücksichtigt werden. Dies bedingt eine Zusammenarbeit mit professionellen Künstlerinnen und Künstlern ebenso wie mit pädagogischen Fachkräften.

Wie setzt sich ein lokales Bündnis zusammen?
Ein lokales Bündnis für Bildung besteht aus mindestens drei Bündnispartnern.Die Partner müssen dabei aus unterschiedlichen Bereichen kommen. Eine ausschließliche Zusammenarbeit mit zwei Schulen ist bspw. nicht möglich. Die besondere Qualität der Bündnisse liegt darin, mit den jeweils unterschiedlichen Bündnispartnern vor Ort bedarfsorientiert und teilnehmerbezogen einzelne Maßnahmen zusammenzuführen, aufeinander abzustimmen und in nachhaltige Bildungsprozesse zu integrieren. Das Bündnis einigt sich auf einen federführenden Partner, der den formalen Antrag bei der Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V. stellt. Von den weiteren Bündnispartnern sind im Zuge der Antragstellung entsprechende Absichtserklärungen auf eine Zusammenarbeit im Bündnis einzuholen.

Wichtige Bündnispartner für die Gewinnung von Teilnehmenden und die Gewährleistung der sozialräumlichen Ausrichtung sind bspw. Schulen, Träger der Gemeinwesenarbeit und der Kinder- und Jugendhilfe, migrantische Selbstorganisationen, Arbeitslosenverbände, kirchliche Träger, Bürgervereine und -stiftungen, Wohlfahrtsverbände, Sportvereine, Fanprojekte, Jugendarbeit von Rettungsdiensten, Jugendmigrationsdienste, Jugendverbände, Jugendbildungsstätten, jugendkulturelle Initiativen, Freizeitklubs, Nachbarschaftsheime und Mehrgenerationenhäuser. Wichtige Partner können aber auch aus der kommunalen Verwaltung (bspw. Jugendamt, Gemeindebüro) oder der Wirtschaft (bspw. Handwerksbetrieb, Medienagentur) kommen.

(Quelle: jugend-ins-zentrum.de > "Förderung" > "Antragstellung" > "Der Ausschreibungstext zum Download")
Welche Bildungsangebote können beantragt werden?
"Jugend ins Zentrum!" will kulturelle Angebote unterstützen, in denen Kinder und Jugendliche im wahrsten Wortsinne im Mittelpunkt stehen und sich aktiv mit den eigenen Lebens(t)räumen auseinandersetzen können. Wichtig ist, dass die Kinder und Jugendlichen in den Projekten künstlerisch aktiv werden und sich in einer künstlerischen Disziplin erproben können.

Bei der Beantragung einer Maßnahme muss eine Zuordnung zu einem der drei künstlerischen Schwerpunkte I/II/III
erfolgen:


I) Darstellende Kunst (Theater, Tanz, Zirkus, Musikperformance)
II) Medienarbeit (Video- oder Audioproduktion, Webauftritt)
III) Bildende Kunst/Literatur (künstlerische Werkstatt, Ausstellung, Lesung/ Slam)
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