Fördermöglichkeiten

Förderung von Medienkompetenz für junge Menschen in sozioökonomisch benachteiligenden Lebenslagen

Gefördert werden lokale Projekte, die Einrichtungen/Verbände der Kinder- und Jugendarbeit oder Jugendsozialarbeit zur Förderung der Medienkompetenz von jungen Menschen in sozioökonomisch benachteiligenden Lebenslagen im Bereich Social Media durchführen.

Förderfelder:
Demokratieförderung , Kommunikation / Medien , Kinder / Jugendliche
Art der Organisation:
Öffentliche Förderung
Steckbrief:
Die LAG ist seit 1986 der Fachverband für Mobile Jugendarbeit/Streetwork in Baden-Württemberg. 51 öffentliche und freie Träger sind in der LAG Mitglied. Für über 200 PraktikerInnen, die in etwa 120 Einrichtungen tätig sind, stellt sie ein lebendiges Fachforum dar. Wir gewährleisten fachliche Diskussionen und Erfahrungsaustausch auf hohem Niveau und bieten hilfreiche Anregungen und Tipps für die Arbeit vor Ort. Der Vorstand setzt sich aus Fachkräften der Mobilen Jugendarbeit zusammen.

Zentrales Ziel der LAG ist, die Lebenssituation von gesellschaftlich, sozial und familiär benachteiligten Jugendlichen und jungen Erwachsenen nachhaltig zu verbessern. Wir bringen landesweit das zur Sprache, was den Zielgruppen Mobiler Jugendarbeit Probleme bereitet, und bemühen uns, auf relevante Entscheidungen in Baden-Württemberg Einfluss zu nehmen. Zur Qualitätsentwicklung Mobiler Jugendarbeit legen wir großen Wert auf die Fortschreibung fachlicher Standards, die in der Fachöffentlichkeit kommuniziert werden.

Das Förderprogramm wird unterstützt vom Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg im Rahmen des Zukunftsplan Jugend. Weitere Informationen zur Förderung gibt es unter lag-mobil.de > "Förderprogramm Förderung von Medienkompetenz für junge Menschen in sozioökonomisch benachteiligenden Lebenslagen".

LAG Mobile Jugendarbeit/Streetwork Baden-Württemberg e.V.

Heilbronner Straße 180
70191 Stuttgart

Telefon: 0711 1656-222
Fax: 0711 1656-329
E-Mail: servicestellelag-mobil.de
Internet: www.lag-mobil.de
Extras:
Begleitend wird für die sozialpädagogischen Fachkräfte Fachberatung und Qualifizierung geleistet. Dazu wird ein modulares Angebot entwickelt, das Elemente der Praxisbegleitung, der Praxisreflexion und -präsentation ebenso umfasst wie den Wissenstransfer durch die Rezeption von Erkenntnissen aus Wissenschaft und Forschung. Die Projektverläufe und Ergebnisse werden im Rahmen einer projektbezogenen Internetplattform transparent gemacht und Interessierte und Beteiligte in Kommunikation gebracht. Ein Fachtag dient der persönlichen Begegnung und dem persönlichen Austausch.
Antragsinfo:
Ein Antragsformular ist bei der Organisation erhältlich
Antrag:
Das Bewerbungsformular steht unter lag-mobil.de > "Förderprogramm Förderung von Medienkompetenz für junge Menschen in sozioökonomisch benachteiligenden Lebenslagen" > "Antragsformular" zum Download bereit.
Antrags-Hilfe:
Anträge sind bis zum Einsendeschluss mit dem Antragsformular zu richten an
LAG Jugendsozialarbeit
Regiestelle
c/o Diakonisches Werk Württemberg
Heilbronner Straße 180
70191 Stuttgart
Tel. 0711 1656-462
regiestelle.lag-jsa@diakonie-wue.de

Die Regiestelle berät auch bei der Projektentwicklung und Antragstellung.
Einreichfristen:
15. Oktober
Wissenswertes:
Folgender Zeitplan ist vorgesehen:
15.10.2015: Bewerbungsfrist
bis 30.10.2015: Projektauswahl und Mitteilung über die Bewilligung
ab 01.12.2015: Start der lokalen Modellprojekte
bis 30.11.2015 Abschluss der lokalen Modellprojekte
bis 15.12.2015 Vorlage des Sachberichts und zahlenmäßigen Verwendungsnachweises durch die lokalen Projektträger bei der Regiestelle
Richtlinien:
Gefördert werden sollen mindestens 16 lokale Projekte, die Einrichtungen/Verbände der Kinder- und Jugendarbeit oder Jugendsozialarbeit zur Förderung der Medienkompetenz von jungen Menschen in sozioökonomisch benachteiligenden Lebenslagen im Bereich Social Media mit den unten beschriebenen Zielen durchführen. Dazu kann insbesondere auch gehören, sich gezielt in virtuelle Räume zu begeben und zielgruppenspezifische Angebote zu machen, Projekte und Ansätze zu entwickeln, die den Umgang mit Medien als Bestandteil des Alltagshandelns von jungen Menschen stärker berücksichtigen oder Zielgruppen-Analysen und Formen der Sozialraumerkundung im Netz durchzuführen.

Die Modellprojekte sollen für die jungen Menschen folgende Ziele verfolgen: Junge Menschen (bis 27 Jahre) in sozioökonomisch benachteiligenden Lebenslagen

- werden befähigt und gefördert, ihre bereits vorhandenen Medienkompetenzen weiter auszubauen und ihr Verhalten zu reflektieren,
- bekommen Möglichkeiten aufgezeigt, wie das Internet als Medium der Beteiligung und Einmischung genutzt werden kann,
- werden in Bezug auf Risiken und Gefahren informiert (Abzocke, Mobbing, Phishing, Online-Spiele, Pornografie, Suizid-Foren, Pro ANA und Pro Mia-Seiten, u.a.),
- werden in schwierigen Situationen, die aufgrund risikoreicher Mediennutzung entstanden sind, von Mitarbeiter*innen der Jugendsozialarbeit beraten und lösungsorientiert gecoacht,
- bekommen mit Hilfe von Angeboten und der gezielten Nutzung des Social Web Wege aufgezeigt, wie das Internet als Plattform der Selbstdarstellung und kulturellen Inszenierung, aber auch zum Beziehungsaufbau und zur Beziehungspflege sowie in ihrer Orientierungs- und Suchfunktion genutzt werden kann.

Die Modellprojekte sollen für Mitarbeitende der Kinder- und Jugendarbeit sowie Jugendsozialarbeit folgende Ziele verfolgen: Mitarbeitende, die mit jungen Menschen in sozioökonomisch benachteiligenden Lebenslagen arbeiten

- bekommen Kenntnisse vermittelt, die jungen Menschen bei der Bewältigung der zentralen Entwicklungsaufgabe "Medienkompetenzerwerb" geschlechterdifferenziert zu begleiten,
- entwickeln Möglichkeiten, wie die alltagsorientierte Förderung von Medienkompetenz in die Angebote der Jugendarbeit (Jugendverbände, Offene Jugendarbeit, Sportvereine, kulturelle Jugendbildung) und Jugendsozialarbeit integriert werden kann,
- tauschen ihre Erfahrungen und gelungene Umsetzungsprojekte aus und stellen Materialien und Gestaltungsbausteine im Rahmen einer Wissens- und Erfahrungswerkstatt zur Verfügung.

Antragsberechtigte
Antragsberechtigt sind öffentliche sowie anerkannte freie Träger der Kinder- und Jugendhilfe und außerschulischen Jugendbildung, die mit jungen Menschen in sozioökonomisch benachteiligten Lebenslagen arbeiten.

Form, Umfang und Dauer der lokalen Projektförderung
Die Projektdurchführung muss mindestens neun Monate im Zeitraum von 15.11.2015 bis 30.11.2016 erfolgen. Bereits vor der Bewilligung begonnene Projekte können nicht gefördert werden. Der Zuschuss kann bis zu 80% der zuwendungsfähigen Ausgaben umfassen und beträgt maximal 10.000 EUR.

Als zuwendungsfähige Ausgaben gelten alle zur Projektdurchführung notwendigen
- Personalkosten: Kosten für unmittelbar in der Projektdurchführung beschäftigte Fachkräfte (Teilzeit-Personalstellen, Honorare),
- Sachkosten, z.B. Materialkosten, Raummiete, Portokosten.

Weitere Fördervoraussetzung
Es wird erwartet, dass die Mitarbeitenden, die die Projekte durchführen, die modularen Fortbildungs- und Fachberatungsangeboten nutzen und an der Auswertung des lokalen Projekts im Hinblick auf die standortübergreifenden Fragestellungen mitwirken. Sie nehmen an den Fachveranstaltungen der Projektbegleitung teil und erstellen eine aussagekräftige Dokumentation nach vereinbarten Standards.

Abrechnung
Über die Verwendung der Mittel ist nach Projektende ein Nachweis zu führen. Folgende Abrechnungsunterlagen sind nach Projektabschluss bis zum 15.12.2016 vorzulegen:

- Sachbericht
- Abrechnungsformblatt (Verwendungsnachweis) mit Auflistung aller angefallenen Kosten
- Kopien der Belege

(Quelle: lag-mobil.de > "Förderprogramm Förderung von Medienkompetenz für junge Menschen in sozioökonomisch benachteiligenden Lebenslagen" > "Ausschreibung")
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