Fördermöglichkeiten

VIP - Vielfalt in Partizipation: Ausbau von Beteiligungs- und Engagementformen für junge Menschen

Das Förderprogramm zielt auf den Ausbau und die Weiterentwicklung von Formen der Partizipation junger Menschen bis 27 Jahren.

Förderfelder:
Kinder / Jugendliche , Demokratieförderung
Art der Organisation:
Öffentliche Förderung
Steckbrief:
Der Landesjugendring Baden-Württemberg e.V. wurde 1952 gegründet, im selben Jahr, in dem Baden-Württemberg als neues Bundesland im Südwesten aus der Taufe gehoben wurde. Er ist die Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände auf Landesebene.

Die LAG ist seit 1986 der Fachverband für Mobile Jugendarbeit/Streetwork in Baden-Württemberg. 51 öffentliche und freie Träger sind in der LAG Mitglied. Für über 200 PraktikerInnen, die in etwa 120 Einrichtungen tätig sind, stellt sie ein lebendiges Fachforum dar. Gewährleistet werden fachliche Diskussionen und Erfahrungsaustausch auf hohem Niveau, hilfreiche Anregungen und Tipps für die Arbeit vor Ort.

Es handelt sich um ein Förderprogramm des Ministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg im Rahmen des Zukunftsplan Jugend Baden-Württemberg. Weitere Informationen zur Förderung gibt es unter ljrbw.de > "Themen umsetzen" > "Partizipation" > "VIP – Vielfalt in Partizipation".

LAG Mobile Jugendarbeit/Streetwork Baden-Württemberg e.V.

Heilbronner Straße 180
70191 Stuttgart

Telefon: 0711 1656-222
Fax: 0711 1656-329
E-Mail: servicestellelag-mobil.de
Internet: www.lag-mobil.de
Antragsinfo:
Ein Antragsformular ist bei der Organisation erhältlich
Antrag:
Das Antragsformular kann auf der Homepage des Landesjugendrings unter ljrbw.de > "Themen umsetzen" > "Partizipation" > "VIP – Vielfalt in Partizipation" heruntergeladen werden. Bei der Einreichung gilt jeweils das Datum des Poststempels (Ausschlussfrist). Die Projektauswahl bzw. die Bekanntgabe erfolgt ca. 4 Wochen nach der Abgabefrist.

Anträge richten Sie bitte an die Programmregiestelle:
Landesjugendring Baden-Württemberg
Ausschreibung "VIP – Vielfalt in Partizipation"
Siemensstraße 11
70469 Stuttgart
Antrags-Hilfe:
Daniel Mühl beim Landesjugendring und ein*e Mitarbeiter*in bei der Landesarbeitsgemeinschaft Jugendsozialarbeit bilden als Tandem die Programmregiestelle. Beide stehen für alle weiteren Fragen zur Verfügung. Die Programmregiestelle berät gerne bei der Projektentwicklung und Antragstellung. Antragssteller aus der Kinder- und Jugendarbeit wenden sich bitte vorzugsweise an Daniel Mühl, solche aus dem Feld der Jugendsozialarbeit wenden sich bitte an die LAG Jugendsozialarbeit.

Daniel Mühl
Tel.: 0711/16447-74
Fax: 0711/16447-77
muehl@ljrbw.de

LAG Jugendsozialarbeit
Tel.: 0711/1656-462
Fax: 0711/1656-329
regiestelle.lag-jsa@diakonie-wue.de
Einreichfristen:
30. September
Wissenswertes:
Zielgruppe/n von VIP – Vielfalt in Partizipation
Das Gesamtprogramm zielt auf den Ausbau und die Weiterentwicklung von Formen der Partizipation junger Menschen bis 27 Jahren. Als eine zentrale Herausforderung ist die Erhöhung von Teilhabe- und Beteiligungschancen von jungen Menschen, die aufgrund sozialer Benachteiligung in bestehenden Formen unterrepräsentiert sind. Als weitere Herausforderungen für die Entwicklung von Partizipationsangeboten können identifiziert werden:

- Ausbau von Partizipationsangeboten für Kinder unter 12 Jahren
- Benachteiligung von jungen Menschen im ländlichen Raum
- Stärkung der Beteiligungschancen für junge Menschen mit Migrationshintergrund
- geschlechterspezifische Ungerechtigkeiten

Entscheidungsverfahren
Ein fachlich besetztes Gremium begutachtet die Anträge im Auftrag des Ministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren und entscheidet über die Auswahl. Ein Rechtsanspruch auf Berücksichtigung eines Antrags besteht nicht; die Entscheidung muss nicht begründet werden.

Engagement würdigen und sichtbar machen
Die engagierten jungen Menschen aus den Projektgruppen erhalten Zertifikate über ihre praktischen Tätigkeiten und erworbenen Kompetenzen im Rahmen einer Abschlussveranstaltung als zentrale Würdigungsgala mit Repräsentanten des öffentlichen Lebens.

Darüber hinaus werden die Anerkennung und die öffentliche Würdigung des Engagements Jugendlicher aus der Projektgruppe durch die Projektträger vor Ort erwartet und finanziell unterstützt.
Richtlinien:
Gefördert werden sollen Mikroprojekte (bis 5.000€) sowie modellhafte Projekte (10.000 bis 20.000€) der Kinder- und Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit.

Antragsberechtigte
Träger der lokalen Projekte (Zuwendungsempfänger) können neben Kommunen freie Träger der Kinder- und Jugendhilfe bzw. der außerschulischen Jugendbildung sein, die ihren Sitz in Baden-Württemberg haben. Erwünscht sind insbesondere auch Anträge, die von Gruppen/Initiativen junger Menschen ausgehen und über Kommunen oder Träger der Kinder- und Jugendhilfe als Kooperationsprojekte gestellt werden.

Die Einbindung in das Programm erfolgt über einen privatrechtlichen Vertrag. Die Bereitschaft der Antragsteller zur Erstellung einer aussagekräftigen Dokumentation der Projektergebnisse (nach Maßgabe des von der Projektregiestelle erstellten Dokumentationskonzepts) wird vorausgesetzt.

Förderschwerpunkte
Um die in der Ausgangssituation beschriebene Herausforderung der Überwindung von Ungleichheit und Herkunftsabhängigkeit der Teilhabe- und Beteiligungschancen junger Menschen gezielt anzugehen, umfasst das Programm zwei Förderschwerpunkte:
Förderschwerpunkt 1: Milieuübergreifend ausgerichtete Maßnahmen der politischen Beteiligung und/oder Engagementförderung.
Dieser Förderschwerpunkt umfasst alle Projektformen, in denen ein besonderer Schwerpunkt darauf liegt, dass junge Menschen gemeinsam aktiv werden, die ansonsten aufgrund von Unterschieden im kulturellen Hintergrund, Bildungsstatus und ihrer sozioökonomischen Lebenslage nur wenig Berührungspunkte haben.
Förderschwerpunkt 2: Formen von politischer Beteiligung und/oder
Engagementförderung, die insbesondere junge Menschen erreichen, die in den bestehenden Formen stark unterrepräsentiert sind.
In diesem Förderschwerpunkt werden Projekte unterstützt, bei denen vor allem junge Menschen mit niedrigem Bildungsstatus oder aus sozioökonomisch benachteiligten Familien sowie junge Menschen mit eigener Migrationserfahrung, die an den bestehenden Beteiligungs- und Engagementformen nur in begrenztem Maße teilhaben, angesprochen werden. Die Projekte sollen gezielt einen Rahmen schaffen für die Motivation zum Engagement dieser jungen Menschen und niedrigschwellige "Andock-Möglichkeiten" in politischen Beteiligungsprozessen für sie realisieren.

Innovation
Gefördert werden sollen Projekte, die innovativen Charakter haben. Innovation wird dabei verstanden als eine neuartige Form der Themenbearbeitung vor Ort oder für den Antragssteller*innen und ggf. seine Partner*innen. Dabei ist es möglich, an bereits an anderen Orten oder von anderen Trägern bestehende Good Practice milieuübergreifender und niedrigschwelliger Beteiligungs- und Engagementformen anzuknüpfen und diese für die Situation und Bedarfe vor Ort zu modifizieren.

Die Laufzeit der Projekte beginnt frühestens zum 1.11.2015 und endet spätestens am 31.10.2016.

(Quelle: ljrbw.de > "Themen umsetzen" > "Partizipation" > "VIP – Vielfalt in Partizipation" > "Ausschreibung VIP")
Projektlinie Typ 1: Mikroprojekte
Die Mikroprojekte sind dazu gedacht, erfolgreiche niederschwellige Beteiligungs- und Engagementformen in die Fläche zu bringen. Gefördert werden sollen Maßnahmen aus Förderschwerpunkt 1 und 2, die

- vor Ort neu entwickelt werden,
- die schon an anderen Orten erfolgreich erprobt wurden und vor Ort neu umgesetzt werden,
- die neue und bestehende erfolgreiche Formen der Verantwortungsübernahme von jungen Menschen im Gemeinwesen/für das Gemeinwohl vor Ort sichtbar machen und würdigen.

Projektlinie Typ 2: Modellprojekte
Modellhafte Projekte verfolgen das Ziel, innovative und niederschwellige Beteiligungs- und Engagementformen zu erproben sowie intensiv auszuwerten und zu dokumentieren.
Begleitet durch die Regiestelle erfolgt eine Reflexion und Auswertung des Projektverlaufs und der Projektergebnisse. Sie dienen dazu, Handlungswissen zu generieren, dass für die Planung ähnlicher Vorhaben an anderen Standorten genutzt werden kann. Erforderlich ist deshalb die Teilnahme der Projektdurchführenden an Reflexions- und Auswertungsworkshops sowie die Erstellung einer aussagekräftigen Dokumentation (nach Maßgabe des von der Projektregiestelle erstellten Dokumentationskonzepts) über Ausgangssituation, Ziele, erreichte Zielgruppen, Umsetzungsschritte sowie förderliche und hinderliche Bedingungen.
Die neuen und bestehenden erfolgreiche Formen der Verantwortungsübernahme von jungen Menschen im Gemeinwesen/für das Gemeinwohl sollen vor Ort sichtbar gemacht und gewürdigt werden.
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