Fördermöglichkeiten

ChanceTanz

"ChanceTanz" fördert tanzkünstlerische Projekte, die sich an Kinder und Jugendliche mit erschwertem Zugang zu Kultur- und Bildungsangeboten richten und von lokalen Bündnissen getragen werden.

Förderfelder:
Demokratieförderung , Kunst / Kultur , Kinder / Jugendliche
Art der Organisation:
Öffentliche Förderung
Steckbrief:
Das Projekt "ChanceTanz" des Bundesverband Tanz in Schulen e.V. fördert tanzkünstlerische Projekte, die sich an bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche richten und von lokalen Bündnissen getragen werden.

Die lokalen Bündnisse bestehen aus mindestens drei unterschiedlichen Akteuren aus den Bereichen Tanzkunst - Kultur- sozialräumliche Einrichtung - Schule/Kita - Aus-/Weiterbildung.

Als Programmpartner des Bundesministeriums für Bildung und Forschung erhält der Bundesverband Tanz in Schulen von 2013 bis 2017 dafür im Rahmen des Förderprogramms "Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung" bis zu 5,8 Millionen Euro, die er an die von einer Expertenjury ausgewählten Projekte weiterleitet. Ausschreibungen zur Antragstellung erfolgen mehrmals jährlich.

Weitere Informationen zur Förderung gibt es unter chancetanz.de .

Bundesverband Tanz in Schulen e.V.

c/o Tanzvermittlung NRW Im Mediapark 7
50670 Köln

Telefon: 0221-16870543
E-Mail: infobv-tanzinschulen.de
Internet: bv-tanzinschulen.de
Antragsinfo:
Ein Antragsformular ist bei der Organisation erhältlich
Antrag:
Anträge sind online über die kumasta Datenbank unter foerderung.buendnisse-fuer-bildung.de > "Maßnahmenbeschreibungen" > "ChanceTanz" zu stellen.
Antrags-Hilfe:
Anträge für Maßnahmen können von Bündnissen gestellt werden, die sich an die vorgegebenen Kriterien halten, unabhängig von einer Mitgliedschaft beim Bundesverband Tanz in Schulen e.V. Die Ausschreibung erfolgt in einem einstufigen Verfahren über die kumasta Datenbank, sieht allerdings eine Juryauswahl bzw. eine Bewertung durch das Projektteam bei Folgeanträgen vor. Nach Online-Antragstellung erfolgt eine Sichtung und Auswahl der Anträge durch eine Experten-Jury, die gemeinsam mit dem Kooperationspartner Dachverband Tanz Deutschland einberufen wird. Nach Auswahl durch die Jury erfolgt die abschließende Antragstellung und das Bewilligungsverfahren.

Folgeanträge von Projekten, die bereits in einer vorherigen Ausschreibung von der Jury positiv bewertet wurden, werden der Jury nicht zur erneuten Begutachtung vorgelegt, sondern durch das Projektteam auf Grundlage des Antrages und der administrativen und inhaltlichen Umsetzung des Vorgängerprojektes entschieden. Auch diese Antragstellung ist an die jeweiligen Ausschreibungsrunden gebunden!

Kontakt/Beratung
Projektbüro "ChanceTanz"
Martina Kessel und Katharina Schneeweis
Mohrenstraße 63
10117 Berlin
T: 030/68 00 99 30 / -31 / -32
F: 030/68 91 06 47
chancetanz@bv-tanzinschulen.de
Einreichfristen:
05. September
Wissenswertes:
Konzept
"ChanceTanz" fördert lokale Projektvorhaben, in denen Kinder und Jugendliche unter professioneller Leitung von Tanzkünstlern/Pädagogen an einem tänzerisch-kreativen Prozess teilhaben und diesen aktiv mitgestalten. Die erarbeiteten Ergebnisse der Projekte werden jeweils präsentiert. Neben der aktiven Teilhabe am Tanzangebot sollen Angebote zur Rezeption von Tanz in Form von Aufführungs- oder Probenbesuchen professioneller Tanzkompanien sowie Gespräche und Begegnungen mit Tanzkünstlern inkludiert sein. Ehrenamtlich tätige Paten (z.B. Studierende verschiedener Tanz- oder Tanzpädagogikausbildungen, der Kulturpädagogik, Sport- oder Tanzwissenschaft) können die jeweiligen Projektaktivitäten unterstützen. Für die auf lokaler Bündnisebene zu konzipierenden Maßnahmen ist ein Formatrahmen vorgegeben, der individuell ausgestaltet werden kann und sich im Wesentlichen durch die Anzahl der Unterrichtsstunden unterscheidet (Tanz_Start Maßnahmen mit 30-40 Stunden Tanzunterricht; Tanz_Intensiv Maßnahmen mit 65-80 Stunden Tanzunterricht). Im Zweierteam gestalten professionelle Projektleiter (Tanzkünstler/Pädagogen), ggf. unterstützt durch ehrenamtliche Paten individuelle Kursformate.

Jury
Der Bundesverband Tanz in Schulen hat in Kooperation mit dem Dachverband Tanz Deutschland eine Expertenjury einberufen, die die Anträge auf Projektförderung im Rahmen von ChanceTanz auswählt.

Die Jurymitglieder bringen unterschiedliche Expertisen ein aus den Bereichen Tanzkunst, Kenntnisse der Tanzszene, Vermittlung von Tanz an Kinder und Jugendliche, Kooperationsprojekte, Bildungsarbeit mit bildungsbenachteiligten Kindern und Jugendlichen. Zusätzlich ist das Projektteam ChanceTanz Bestandteil der Jury und ein Mitglied des Vereinsvorstands bei den Sitzungen beratend anwesend.
Richtlinien:
Zielgruppe für die Maßnahmen sind sogenannte bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche zwischen 3 und 18 Jahren. Bildungsbenachteiligung kann unter folgenden Bedingungen gegeben sein:

- Bei jungen Menschen, die in sozial benachteiligten Stadtteilen/Sozialräumen mit erschwertem Zugang zu Bildungsmaßnahmen aufwachsen,
- bei Kindern und Jugendlichen mit physischer und psychischer Beeinträchtigung/sozialer Belastung, die bislang kaum an künstlerisch-kulturell orientierten Angeboten teilnehmen konnten,
- bei jungen Menschen mit besonderer künstlerischer Begabung, denen auf Grund ihrer sozioökonomischen Herkunft keine zusätzliche Förderung zu Gute kommt.

Die Gruppen können altershomogen, alters-, stufen-, schul- und/oder gruppenübergreifend organisiert werden. Bei der Zusammensetzung ist auf die Bedürfnisse und Interessenlagen der Teilnehmenden, sowie auf die Achtung kultureller Vielfalt Wert zu legen.

Träger der Maßnahmen sind lokale Bündnisse, die sich aus mindestens drei verschiedenen Partnern aus den Bereichen Tanzkunst / Kultur / Bildung / sozialräumliche Einrichtung / Ausbildung zusammensetzen. Die Bündnispartner formulieren eine Kooperationsvereinbarung, die eine oder mehrere lokale Projektmaßnahmen nach vorgegebenen Kriterien umfasst. Die lokalen Projektmaßnahmen müssen außerunterrichtlich und zusätzlich, sowie neuartig und in sich abgeschlossen sein.


Maßnahmeformate wie und für wen

Tanz_Start:
- 30 - 40 stündiges Tanzprojekt (à 60 Minuten)
- Mindestteilnehmerzahl 10 Kinder/Jugendliche
- Unterricht im Zweierteam durch professionellen Tanzvermittler und pädagogische, künstlerisch-pädagogische Fachkraft oder weiteren Künstler
- Inhalt: erste praktische Begegnung mit Tanz als individuelle und künstlerische Ausdrucksform.
- Rezeption von Tanz kann Teil des Projektes sein (nicht verpflichtend)
- Abschlusspräsentation in einem der Teilnehmergruppe entsprechendem Rahmen
- Maximale Fördersumme je Projektmaßnahme 6.500 €
- Beispiele: regelmäßiger Kurs, Ferien-Tanzcamp, Intensivprojekt im Workshopformat

Tanz_Intensiv:
- 65 - 80 stündiges Tanzprojekt (à 60 Minuten)
- Mindestteilnehmerzahl 10 Kinder/Jugendliche
- Unterricht im Zweierteam durch professionellen Tanzvermittler und pädagogische, künstlerisch-pädagogische Fachkraft oder weiteren Künstler
- Inhalt: Vertiefung tanzkünstlerischer Erfahrungen; die Entwicklung und Präsentation eigener Tanzstücke auf einer größeren Bühne mit zusätzlichen Intensiv-Probetagen bzw. Bühnenproben als kreativ-produktives Teilhabeprojekt
- Rezeption von Tanz (Aufführungsbesuch/e und Reflektion) verpflichtend
- ein oder mehrere Abschlussaufführungen in möglichst professionellem Rahmen
- Maximale Fördersumme je Projektmaßnahme 14.000 €
- Beispiele: regelmäßiger Kurs, künstlerisches Intensivprojekt

(Quelle: chancetanz.de > "Programm" > "Konzept" & "Förderung" > "Ausschreibung")
Praxisbeispiel: HipHop alive
Zweimal die Woche pilgern die 13 Jungen und Mädchen im Alter von sechs bis zehn Jahren ins Bürgerhaus Reisholz, um dort zu trainieren und sich in neuen Bewegungen auszuprobieren. Dort warten bereits die beiden Tanz- und Videokünstler Takao Baba und Stefanie Soho auf sie. Neben dem Kennenlernen verschiedener Tanztechniken aus dem Bereich HipHop liegt der Schwerpunkt von „HipHop alive“ auf der Improvisation und dem sogenannten „freestylen“. Das Erlernen fester Schrittabfolgen und Choreografien ist nur zweitrangig. Es wird viel ausprobiert, nachgemacht, herausgefunden und präsentiert. Wie fühlt sich Tanz an? Wie fühle ich mich selbst, wenn ich tanze? Auf diese und mehr Fragen versuchten die jungen Tänzer gemeinsam mit der Videokünstlerin Antworten zu finden. Selbstbewusst sucht man nach eigenen Bewegungen und hat Spaß an sich selbst und dem Miteinander. Für die meisten der jungen Teilnehmer ist es die erste Begegnung mit professionellen Tänzern und einem Theater. Einschüchternd wirkt dies (zum Glück) nicht. Man genießt den Auftritt beim internationalen Battle funkin stylez, deren Eröffnungsact sie waren und ist sich sicher, dass man nicht zum letzten Mal auf der Bühne gestanden hat. Das aus tanzhaus nrw, dem Bürgerhaus Reisholz und der St. Elisabeth Schule in Düsseldorf bestehende Bündnis plant bereits weitere Projekte.

Weitere Praxisbeispiele lassen sich unter chancetanz.de > "Praxis" > "Praxisbeispiele" einsehen.
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