Fördermöglichkeiten

Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit

Das Programm fördert unter anderem bundesweit Modellprojekte, die innovative Ansätze und Methoden in der Arbeit gegen Phänomene Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und zur Demokratiestärkung im ländlichen Raum vorantreiben.

Förderfelder:
Soziale Integration , Soziales , Demokratieförderung
Art der Organisation:
Öffentliche Förderung
Steckbrief:
Das Bundesprogramm "Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit" fördert ziviles Engagement und demokratisches Verhalten auf der kommunalen, regionalen und überregionalen Ebene. Vereine, Projekte und Initiativen werden unterstützt, die sich der Förderung von Demokratie und Vielfalt widmen und insbesondere gegen Rechtsextremismus und Phänomene gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit wie z.B. Rassismus und Antisemitismus arbeiten. Darüber hinaus können auch andere Formen von Demokratie- und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, von politisierter oder vorgeblich politisch bzw. vorgeblich religiös legitimierter Gewalt, von Hass und politischer Radikalisierung Gegenstand präventiver Arbeit und damit Gegenstand der Förderung durch das Bundesprogramm sein.

Mit der Umsetzung des Bundesprogramms ist das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben beauftragt, das hierzu eine Regiestelle eingerichtet hat. Das Deutsche Jugendinstitut (DJI) evaluiert das Gesamt­programm und übernimmt zusätzlich die wissenschaftliche Begleitung in den Programmbereichen Landes-Demokratiezentren, Strukturförderung zum bundeszentralen Träger, Modellprojekte zu ausgewählten Phänomenen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und zur Demokratiestärkung im ländlichen Raum sowie Modellprojekte zur Radikalisierungs­prävention. Die wissenschaftliche Begleitung der lokalen "Partnerschaften für Demokratie" wird vom Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik e. V. (ISS, Frankfurt am Main) und von Camino – Werkstatt für Fortbildung, Praxisbegleitung und Forschung im sozialen Bereich gGmbH (Berlin) übernommen.

Programmlaufzeit: 2015 – 2019

Alle Informationen zur Förderung gibt es auch unter demokratie-leben.de .

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSJ)

Glinkastraße 24
10117 Berlin

Telefon: 030 18 555 - 0
Fax: 030 18 555 - 1145
E-Mail: poststellebmfsfj.bund.de
Internet: www.bmfsfj.de
Extras:
Unter demokratie-leben.de > "Wissen" lassen sich unter anderem Publikationen zu den verschiedenen Themenfeldern und Programmbereichen des Bundesprogramms "Demokratie leben!", Themendossiers und noch vieles mehr finden.
Antragsinfo:
Ein Antrag kann schriftlich formlos gestellt werden
Antrag:
Interessensbekundungen sind spätestens bis zum Einsendeschluss postalisch bei der Regiestelle im Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben einzureichen.

Regiestelle "Demokratie leben!"
Spremberger Str. 31
02959 Schleife
Antrags-Hilfe:
Als Anlagen zur Interessenbekundung sind beizufügen:
- Fachliches Votum durch Bund / Land / Kommune / Gemeinde mit Absichtserklärung zur Finanzierung
- Absichtserklärung zur Zusammenarbeit (Projekbeteiligte)
- Nachweis der Erfüllung der Förderbedingungen (entsprechend der Leilinie zum Programmbereich "Förderung von Modellprojekten zu ausgewählten Phänomenen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit
(GMF) und zur Demokratiestärkung im ländlichen Raum"):

- Satzung/ Gesellschaftervertrag
- Nachweis der Eintragung ins Vereins-/ Handelsregister
- Verzeichnis der Vorstandsmitglieder
- Nachweis der Gemeinnützigkeit
- Kontoverfügungsberechtigung für das Fördermittelkonto

Für Rückfragen zum Interessenbekundungsverfahren steht die Service-Hotline unter 035773 / 7399-150 (Montag – Donnerstag, 9.00 Uhr – 12.00 Uhr sowie 13.00 Uhr – 16.00 Uhr; Freitag 9.00 Uhr – 14.00 Uhr) sowie die E-Mailadresse ibk-dl(at)bafza.bund.de bereit.
Einreichfristen:
30. März
Wissenswertes:
Förderbereiche der Modellprojekte
Im Rahmen des Bundesprogramms werden Modellprojekte in den nachfolgenden Themenfeldern gefördert und wissenschaftlich begleitet. Antragsteller wählen ein Themenfeld, denen das geplante Modellprojekt schwerpunktmäßig zuzuordnen ist. Die Wahl mehrerer Themenfelder innerhalb eines Projektantrages ist nicht möglich. Pro Themenfeld können bis zu fünf Modellprojekte in die Förderung aufgenommen werden.

- Themenfeld "Rassismus und rassistische Diskriminierung"
- Themenfeld "Aktuelle Formen des Antisemitismus"
- Themenfeld "Aktuelle Formen von Islam-/Muslimfeindlichkeit"
- Themenfeld "Antiziganismus"
- Themenfeld "Homophobie und Transphobie"
- Themenfeld "Demokratiestärkung im ländlichen Raum"
- Themenfeld "Antidiskriminierung und Frühprävention im Vorschulalter"

Dauer, Höhe und Umfang der Förderung
Im Rahmen des Bundesprogramms ist die Förderung von Projekten mit einer mehrjährigen Laufzeit möglich. Die Laufzeit ist auf höchstens fünf Jahre befristet. Die maximale Förderung beträgt 130.000 Euro pro Kalenderjahr.

Zur Finanzierung der Modellprojekte werden maximal 80 % der Gesamtausgaben in der Gesamtlaufzeit des Projekts durch Zuwendungen des BMFSFJ getragen.

Mindestens 20 % der Gesamtausgaben müssen in der Gesamtlaufzeit des Projekts ko-finanziert werden.
Richtlinien:
Fördervoraussetzungen
Gefördert werden Modellprojekte in den genannten Themenfeldern, die sich besonderen methodischen Herausforderungen stellen, auch überregional angelegt sein können und kofinanziert werden müssen.

Voraussetzung für die Förderung ist die Zusätzlichkeit und der Innovationsgehalt des beantragten Vorhabens oder – unter quantitativen und qualitativen Gesichtspunkten – eine erhebliche Ausweitung bisheriger Aktivitäten, die eine Einordnung als neue, noch nicht begonnene Maßnahme rechtfertigen.

Die Vorlage befürwortender Stellungnahmen der jeweils zuständigen Behörden auf kommunaler, regionaler, landesweiter oder auch bundesweiter Ebene mit Aussagen zur bisherigen Arbeit des Projektträgers und zur fachlichen Eignung des geplanten Projektvorhabens sind zwingend erfor-
derlich.

Der Nachweis über die Ko-Finanzierung ist mit der Antragstellung zu erbringen.

Zuwendungsempfänger
Als Zuwendungsempfänger kommen nichtstaatliche Organisationen in Betracht, die nachfolgende Bedingungen erfüllen:
a) Erfüllung der fachlichen Voraussetzungen für das geplante Projekt und entsprechende Erfahrung in der Thematik des Programms;
b) Sicherung einer ordnungsgemäßen Geschäftsführung, insbesondere Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung (GoB) im Rahmen des Rechnungswesens;
c) Führung der Fördermittel für das Projekt auf einem gesonderten Bankkonto (Unterkonto);
d) Gewähr für eine zweckentsprechende, wirtschaftliche und sparsame Verwendung der Fördermittel sowie bestimmungsgemäßer Nachweis derselben;
e) Nachweis der Gemeinnützigkeit gemäß §§ 51ff. Abgabenordnung (AO), ersatzweise zunächst der Nachweis der Stellung eines Antrags auf Anerkennung der Gemeinnützigkeit gemäß §§ 51ff. AO bzw. grundsätzliche Vereinbarkeit des Gesellschaftervertrags/ der Satzung mit den Anforderungen der Gemeinnützigkeit;
f) Kein Ausschluss der Vorschrift des § 181 BGB im Gesellschaftsvertrag und in etwaigen Geschäftsführerverträgen.

Im Ausnahmefall können Zuwendungen auch an öffentliche Träger vergeben werden. Die Punkte a) bis f) gelten sinngemäß.

Zielgruppen
Mögliche Zielgruppen für die Maßnahmen eines Modellprojekts können sein:
- Kinder und Jugendliche, insbesondere junge Menschen aus strukturschwachen Regionen oder aus bildungsbenachteiligten Milieus
- Eltern und Familienangehörige, sowie weitere Bezugspersonen
- Ehren-, neben- und hauptamtlich in der Jugendhilfe Tätige
- Multiplikatorinnen und Multiplikatoren
- staatliche und zivilgesellschaftliche Akteure

Nicht gefördert werden können:
- Maßnahmen, die nach Inhalt, Methodik und Struktur überwiegend schulischen Zwecken, dem Hochschulstudium, der Berufsausbildung außerhalb der Jugendsozialarbeit, dem Breiten- oder Leistungssport, der religiösen oder weltanschaulichen Erziehung, der parteiinternen oder gewerkschaftsinternen Schulung, der Erholung oder der Touristik dienen;
- Maßnahmen und Projekte mit agitatorischen Zielen;
- Maßnahmen, die zu den originären Aufgabenbereichen des Kinder- und Jugendplanes des Bundes (KJP) gehören und der Art nach von dort gefördert werden können;
- Maßnahmen, die zu den originären Aufgabenbereichen des Deutsch-Französischen Jugendwerkes (DFJW) oder des Deutsch-Polnischen Jugendwerkes (DPJW) gehören und der Art nach von diesen gefördert werden können.

(Quelle: demokratie-leben.de > "Interessenbekundungsverfahren zur Auswahl neuer Modellprojekte" > "Förderleitlinie")
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