Fördermöglichkeiten

Modellprojekte Interkulturelles Lernen im Verband

Das Bundesprogramm "Zusammenhalt durch Teilhabe" fördert Modellprojekte zum interkulturellen Lernen.

Förderfelder:
Interkultureller Austausch , Demokratieförderung , Soziale Integration , Gemeinwesen
Art der Organisation:
Öffentliche Förderung
Steckbrief:
Verbände und Vereine stehen vor der Herausforderung, Menschen mit Asylstatus und in Deutschland lebende Menschen mit Migrationshintergrund verstärkt in ihre Verbandsarbeit einzubeziehen. Die Teilnahme an der Arbeit von gemeinnützigen Verbänden und Vereinen bedeutet für diese Menschen zugleich auch die Teilhabe am Gemeinwesen und an unserer Gesellschaft und trägt wesentlich zu einer gelungenen Integration bei. Gleichzeitig werden diese Menschen in den Verbandsstrukturen gebraucht, da gerade in strukturschwachen Regionen, die besonders von Abwanderung und dem demographischen Wandel betroffen sind, viele dieser Organisationen Nachwuchssorgen haben. Dabei geht es um umfassende Integrationsprozesse in die Strukturen derjenigen Organisationen, die schwerpunktmäßig in ländlichen oder strukturschwachen Regionen aktiv sind, wie der Feuerwehr, des Sports, des THW sowie landesweit tätiger Helferorganisationen.

Der Prozess des gegenseitigen interkulturellen Lernens ist eine Zukunftsaufgabe für Verbände, auf die diese Organisationen, insbesondere in den neuen Bundesländern, noch nicht immer in ausreichendem Maße vorbereitet sind und die fachlich gut begleitet werden müssen. Mit den Erkenntnissen und Erfahrungen aus den ausgeschriebenen Modellprojekten sollen Verbände besser in die Lage versetzt werden, sich den Herausforderungen zu stellen und eine dauerhafte und nachhaltige Verankerung der Themenstellung in den internen Strukturen sicherzustellen.

Die Förderung erfolgt im Rahmen des Bundesprogramms "Zusammenhalt durch Teilhabe". Das Modellprojektvorhaben soll den Grundsätzen des Gender Mainstreaming entsprechen.

Alle Informationen zur Förderung gibt es auch unter zusammenhalt-durch-teilhabe.de > "Antragstellung".

Bundeszentrale für politische Bildung

Adenauerallee 86
53113 Bonn

Telefon: +49 (0)228 99515-0
Fax: +49 (0)228 99515-113
E-Mail: infobpb.de
Internet: www.bpb.de
Antragsinfo:
Ein Antragsformular ist bei der Organisation erhältlich
Antrag:
Die Antragsunterlagen müssen ausgedruckt und rechtsverbindlich unterschrieben per Post an die Regiestelle übersandt werden. Eine digitale Version aller Formulare ist zusätzlich zum Postversand an: regiestelle@bpb.de zu übermitteln.
Antrags-Hilfe:
Eine Übersicht an Formularen und Vordrucken, die zur Projektdurchführung benötigen werden, lässt sich unter zusammenhalt-durch-teilhabe.de > "Antragstellung" > "Projektförderung - Formulare und Vordrucke" finden.

Der vollständig eingereichte Antrag umfasst:
- Konzept Modellprojekt nach vorgegebenen Antragsraster
- Ausgaben- und Finanzierungsplan
- Formblatt Erläuterungen zum Ausgaben- und Finanzierungsplan
- Formblatt Stellenbeschreibungen
- Erklärung Eigenmittel
- Kooperationserklärung des Kooperationspartners
- Referenzen zur Arbeit im Bereich des interkulturellen Lernens

Die Projekte werden im Auftrag der Regiestelle evaluiert.
Bundeszentrale für politische Bildung
Regiestelle "Zusammenhalt durch Teilhabe"
Telefon: (030) 25 45 04 – 441
E-Mail: regiestelle@bpb.de
Einreichfristen:
08. April
Wissenswertes:
Die Fördersumme beträgt maximal 150.000 €/Jahr. Die Projektlaufzeit beginnt am 01.07.2016 und beträgt zwei Jahre mit der Option auf Verlängerung um ein weiteres Jahr. Es muss eine Kofinanzierung von 20% bezogen auf die Ausgaben des Projektes beigebracht werden. Die Kofinanzierung kann über die Gesamtlaufzeit des Projekts flexibel eingebracht werden. Finanziert werden Personal- und Sachkosten.

Nicht gefördert werden können:
- Maßnahmen, die nach Inhalt, Methodik und Struktur überwiegend schulischen Zwecken dienen
- Maßnahmen und Projekte mit agitatorischen Zielen
- Maßnahmen, die im Rahmen anderer Bundesprogramme und institutioneller Förderungen des Bundes gefördert werden oder wurden
- Maßnahmen, die in ihren Zielen überwiegend Aufgabe der Kinder- und Jugendhilfe sind (z.B. Jugendsozialarbeit, Jugendfreizeitmaßnahmen)

Die Anträge werden in einem Gutachterverfahren bewertet. Die abschließende Entscheidung obliegt dem BMI.
Richtlinien:
Antragstellung
Einen Antrag können Träger stellen, die über eine mehrjährige, ausgewiesene und fachlich hohe Kompetenz in der Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen des interkulturellen Lernens vorweisen und auf fundierte Erfahrungen in diesem Bereich zurückgreifen können. Derartige Träger können neben den etablierten Bildungsträgern auch Verbände sein, die im Bereich des interkulturellen Lernens eine ausgewiesene Expertise haben, wie etwa Wohlfahrtsverbände. Die genannten Träger agieren als Zuwendungsempfänger.

Zuwendungsempfänger müssen die nachfolgenden Bedingungen erfüllen:
- Sicherung einer ordnungsgemäßen Geschäftsführung, insbesondere Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung (GoB) im Rahmen des Rechnungswesens,
- Gewähr für eine zweckentsprechende, wirtschaftliche und sparsame Verwendung der Fördermittel sowie bestimmungsgemäßer Nachweis derselben.
- Nachweis der Gemeinnützigkeit gemäß §§ 51 ff Abgabenordnung

Eine Antragstellung ist nur in Kooperation mit einem Landesverband der Feuerwehr, des Sports, des THW oder einer landesweit tätigen Helferorganisation (beispielsweise Johanniter, Malteser) möglich.

Beschreibung und Gegenstand des Modellprojektes
Es werden zeitlich begrenzte modellhafte Projekte gefördert. Zielgruppe sind Haupt- und Ehrenamtliche in Verbänden aus den Bereichen Sport, Feuerwehr, THW und landesweit tätiger Helferorganisationen im gesamten Bundesgebiet. Gegenstand der Förderung ist die partizipative Entwicklung und Erprobung von Maßnahmen, Methoden und Instrumenten des interkulturellen Lernens für die jeweiligen Verbände bzw. Helferorganisationen. Die Projektergebnisse sollen auch auf andere Verbände übertragbar sein.

Interkulturelles Lernen ist dabei nicht auf das Kennenlernen anderer Kulturen beschränkt und geht über das bloße Auf- und Übernehmen angebotener Information hinaus. Im Rahmen der ausgeschriebenen Modellprojekte beschreibt es vielmehr das gemeinsame Erlernen, Begreifen und Erleben verschiedener kultureller Werte. Das Modellprojekt soll den Mitgliedern des kooperierenden Landesverbands entsprechende organisierte Lernprozesse ermöglichen. Die gemeinsam entwickelten Methoden und Instrumente sollen dabei so konzipiert sein, dass sie dauerhaft und nachhaltig in die Struktur des Verbandes verankert werden können und diesem auch nach Projektende zur Verfügung stehen.

Insbesondere sollen folgende Aufgaben wahrgenommen werden:
- Durchführung einer Bedarfs- und Problemanalyse für den jeweiligen Landesverband;
- Entwicklung zentraler Frage- und Zielstellungen für die o. g. Problemdarstellung unter Berücksichtigung der jeweiligen Gegebenheiten und Strukturen;
- Entwicklung eines Handlungskonzeptes zur Umsetzung, Durchführung und Verankerung entsprechender Maßnahmen;
- Entwicklung und Durchführung einer modularen Weiterbildung für haupt- und ehrenamtliche Verbandsmitglieder, die nach Abschluss des Projektes als Berater und Beraterinnen im Verband zu dieser Thematik tätig werden können;
- Entwicklung, didaktische Einführung und Erprobung zielgruppenspezifischer Materialien;
- Laufende Auswertung und Entwicklung geeigneter Methoden um die Erfahrungen auf andere Verbände übertragbar zu machen;
- Erstellung einer Methodendokumentation über bereits vorhandene und erprobte Projektergebnisse;
- Erstellung von Zwischenberichten sowie eines Abschlussberichtes bei Projektbeendigung.

(Quelle: zusammenhalt-durch-teilhabe.de > "Antragstellung")
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