Fördermöglichkeiten

Modellprogramm "Starke Netzwerke Elternbegleitung für geflüchtete Familien"

Das Programm hat zum Ziel, die Eltern- und Bildungsbegleitung neu zugewanderter Familien durch die Stärkung kommunaler Netzwerkstrukturen zu etablieren und nachhaltig im Sozialraum zu verankern.

Förderfelder:
Soziale Integration , Demokratieförderung , Bildung / Erziehung
Art der Organisation:
Öffentliche Förderung
Steckbrief:
Elternbegleitung als Angebot der Familienbildung kann zugewanderte Familien bei der Integration direkt vor Ort wirksam unterstützen. Durch konkrete Hilfestellung und Begleitung von Familien beim Eintritt der Kinder in eine Kindertageseinrichtung oder in die Schule sind Elternbegleiterinnen und Elternbegleiter wichtige Brückenbauer für die gesellschaftliche Teilhabe geflüchteter Familien im Sozialraum. Sie unterstützen Familien dabei, einen passenden Bildungszugang für ihre Kinder in den Institutionen zu finden.

In den Programmen "Elternchance ist Kinderchance" und "Elternchance II – Familien früh für Bildung gewinnen" des BMFSFJ wurden bislang etwa 7000 Elternbegleiterinnen und Elternbegleiter qualifiziert. Die hier weitergebildeten Fachkräfte haben in dreiwöchigen Kursen spezielle Kenntnisse in der Familienbegleitung zu Bildungsaspekten von Kindern und Kompetenzen zur interkulturellen Elternansprache erlangt.

Alle Informationen zur Förderung lassen sich auch unter elternchance.de > "Programm Elternchance II: Modellprogramm 'Starke Netzwerke Elternbegleitung für geflüchtete Familien'" finden.

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSJ)

Glinkastraße 24
10117 Berlin

Telefon: 030 18 555 - 0
Fax: 030 18 555 - 1145
E-Mail: poststellebmfsfj.bund.de
Internet: www.bmfsfj.de
Antragsinfo:
Ein Antragsformular ist bei der Organisation erhältlich
Antrag:
Dem Antragsverfahren ist ein Interessenbekundungsverfahren vorgeschaltet. Die aussagekräftige Bewerbung ist an das BMFSFJ oder eine von ihm beauftragte Stelle einzureichen. Nach der Begutachtung und der Entscheidung des BMFSFJ werden die Absender positiv bewerteter Interessenbekundungen aufgefordert, einen förmlichen Förderantrag (auf elternchance.de ) in schriftlicher und elektronischer Form zu stellen.
Antrags-Hilfe:
Alle notwendigend Formulare zur Interessensbekundung lassen sich unter elternchance.de > "Programm Elternchance II: Modellprogramm 'Starke Netzwerke Elternbegleitung für geflüchtete Familien'" finden. Für die Bearbeitung der Formulare gilt es die Arbeitshilfe Interessenbekundung zu beachten. Darin finden sich wichtige Hinweise zum Interessenbekundungsverfahren sowie Erläuterungen zum Ausfüllen des Formulars zur Interessenbekundung.

Kontakt
Bei Fragen zur Interessenbekundung für das Bundesmodellprogramm "Starke Netzwerke Elternbegleitung für geflüchtete Familien" steht die Servicestelle Elternchance zur Verfügung.

- per E-Mail unter: netzwerke@servicestelle-elternchance.de
- telefonisch Mo. - Mi. und Fr. 9 - 12 Uhr, Do. 14 - 17 Uhr unter: 030 / 390 634 -72.
Einreichfristen:
17. Februar
Wissenswertes:
Wie gestaltet sich die Kooperation im Netzwerk konkret?
Im Rahmen des Programms soll ein Netzwerk von mindestens drei Einrichtungen bzw. Institutionen, z.B. aus den Bereichen Kinder-, Jugend-, Familienhilfe, Schule und Migrationsberatung entwickelt werden. Möglichst in Abstimmung mit dem örtlichen Träger der öffentlichen Jugendhilfe ermittelt das Netzwerk Bedarfe und entwickelt entsprechende niedrigschwellige Begleitungs- und Beratungsangebote im Sozialraum. Hierbei bringen die einzelnen Partner ihre individuellen Stärken ein. Beim antragstellenden Partner wird zur Umsetzung des Projektes eine Koordinierungsstelle angesiedelt.

Welche Aufgaben übernimmt die Koordinierungsstelle?
Die Koordinierungsstelle übernimmt während der gesamten Projektlaufzeit die Aufgabe der Koordinierung, Steuerung und Dokumentation des Netzwerks und ist Ansprechpartner. Sie ist bei einem der beteiligten Träger anzusiedeln.

Wie lange und in welchem Umfang findet eine Förderung statt?
Die Förderung erstreckt sich über einen Zeitraum von April 2017 bis Dezember 2020. Der Netzwerkpartner, von welchem der Antrag gestellt wurde, wird bei Bewilligung Erstempfänger der Zuwendung. Der Förderhöchstbetrag umfasst 50.000 € pro Jahr bei einer Selbstbeteiligung des Zuwendungsempfängers von 10%. Die Förderung beinhaltet die Bezuschussung für maximal eine viertel Personalstelle für die Koordinierung, sowie Projektmittel für Personal- und Sachkosten.
Richtlinien:
Adressaten des Modellprogramms
Zur Teilnahme am Modellprogramm können sich interessierte freie und öffentliche Träger bzw. Einrichtungen der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe, die bereits über zertifizierte Elternbegleiterinnen und Elternbegleiter verfügen und in der Flüchtlingsarbeit aktiv sind, bewerben. Die Träger müssen im Rahmen einer gemeinsamen Kooperationsstruktur mit mindestens zwei weiteren Netzwerkpartnern möglichst unter Einbindung von Migrantenselbstorganisationen bzw. Migrationsberatungsstellen und in Absprache mit der für die jeweilige Kommune verantwortlichen Verwaltungseinheit zusammenarbeiten.

Fördervoraussetzungen
Die Angebote müssen von wenigstens drei Netzwerkpartnern durchgeführt werden. Der Träger, bei dem die Koordinierungsstelle angesiedelt ist, muss eine Einrichtung sein, in der eine qualifizierte Elternbegleiterin bzw. ein qualifizierter Elternbegleiter tätig ist. Die Kooperation muss durch eine gemeinsame Vereinbarung aller Kooperationspartner, insbesondere mit dem örtlichen Träger der öffentlichen Jugendhilfe, nachgewiesen werden. Darin verpflichten sich die Kooperationspartner, ihre Einzelkompetenzen zur gemeinsamen Erbringung von Maßnahmen und Angeboten für Flüchtlingsfamilien einzusetzen. Im Zuge dessen soll in den Elternbegleitungsnetzwerken eine Identifikation über den Sozialraumbezug, über die abgestimmten Maßnahmen für Familien, Eltern und Kinder sowie über eine gemeinsame Lobbyarbeit für Elternbegleitung in der Kommune hergestellt werden.

(Quelle: elternchance.de > "Programm Elternchance II: Modellprogramm 'Starke Netzwerke Elternbegleitung für geflüchtete Familien'" > "Fördergrundsätze zum Bundesmodellprogramm")
Beispielhaft können folgende Aktivitäten - bei Bedarf mit der Hilfe von Sprachmittlerinnen und Sprachmittlern - durchgeführt werden:

- Durchführung von auf die genannte Zielgruppe bezogenen Eltern-Kind-Programmen,
- Kontaktaufbau zu anderen Familien, indem Familien z.B. für den Erstkontakt in Elterngruppen in der Kita oder im Familienzentrum bzw. zu Elterncafés an Schulen begleitet werden,
- Vorhalten grundlegender Informationen für Eltern aus Flüchtlingsfamilien über die einzelnen Bildungsbereiche,
- Vorhalten praktischer Unterstützung für den Zugang ihrer Kinder in die Bildungsinstitutionen,
- Beratung der Eltern von schulpflichtigen Kindern zu Fragen des Bildungsverlaufs und ggf. Begleitung der Eltern bei konkreten Anlässen

(Quelle: elternchance.de > "Programm Elternchance II: Modellprogramm 'Starke Netzwerke Elternbegleitung für geflüchtete Familien'" > "Fördergrundsätze zum Bundesmodellprogramm")
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