Fördermöglichkeiten

Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist

Mit dem Programm fördert das Bundesfamilienministerium alltagsintegrierte sprachliche Bildung als festen Bestandteil in der Kindertagesbetreuung.

Förderfelder:
Demokratieförderung , Bildung / Erziehung
Art der Organisation:
Öffentliche Förderung
Steckbrief:
Mit dem Bundesprogramm "Sprach-Kitas" unterstützt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend die alltagsintegrierte sprachliche Bildung in Kitas. Das Programm richtet sich hauptsächlich an Kitas, die von einem überdurchschnittlich hohen Anteil von Kindern mit besonderem sprachlichem Förderbedarf besucht werden. Dabei baut es auf den erfolgreichen Ansätzen des Programms "Schwerpunkt-Kitas Sprache & Integration" (2011–2015) auf und entwickelt sie fort. Schwerpunkte liegen neben der sprachlichen Bildung in der inklusiven Pädagogik sowie der Zusammenarbeit mit Familien.

Insgesamt stellt der Bund für das Programm im Zeitraum zwischen 2016 und 2020 Mittel im Umfang von bis zu einer Milliarde Euro zur Verfügung.

Alle Informationen zur Förderung lassen sich auch unter sprach-kitas.fruehe-chancen.de finden.

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSJ)

Glinkastraße 24
10117 Berlin

Telefon: 030 18 555 - 0
Fax: 030 18 555 - 1145
E-Mail: poststellebmfsfj.bund.de
Internet: www.bmfsfj.de
Antragsinfo:
Ein Antragsformular ist bei der Organisation erhältlich
Antrag:
Das Antragsverfahren für die Teilnahme am Bundesprogramm "Sprach-Kitas" erfolgte in einem zweistufigen Verfahren in Form eines Interessenbekundungsverfahrens (Stufe 1) und eines anschließenden Antragsverfahrens (Stufe 2). Die Fachberatungsträger werden ausschließlich im Rahmen des Antragsverfahrens (Stufe 2) ausgewählt und zur Antragstellung aufgefordert, nachdem sie im Antrag einer Einrichtung als Fachberatungsträger benannt wurden.
Antrags-Hilfe:
Der Antrag hat neben den träger- und einrichtungsbezogenen Daten Angaben zu den trägerseitigen Unterstützungsleistungen zur Vorhabenumsetzung, zu den beabsichtigten Schwerpunkttätigkeiten der zusätzlichen Fachkraft, den geplanten Zielen in den Themenbereichen des Programms sowie die Benennung zugehöriger Zielerreichungsindikatoren. Ergänzt werden die Angaben um die Darstellung der geplanten Öffentlichkeitsarbeit sowie der Maßnahmen zur Verstetigung des Projekts nach Förderende.

Ausführliche Informationen zum Antragsverfahren lassen sich unter sprach-kitas.fruehe-chancen.de > "Programm: Über das Programm" > "Förderrichtlinie zum Bundesprogramm" finden.

Kontakt
Die Servicestelle Sprach-Kitas berät zu allen Fragen rund um das Bundesprogramm "Sprach-Kitas".

Inhaltliche Fragen: 030 – 390 634 710 bzw. kontakt@sprach-kitas.de
Technischer Support und Finanzfragen unter: 030 – 28 409-593 bzw. service@sprach-kitas.de

Telefonisch ist die Servicestelle Montag, Dienstag, Mittwoch und Freitag von 9 bis 12 Uhr und Donnerstag von 14 bis 17 Uhr erreichbar.
Einreichfristen:
Die genaue Frist ist bei der Servicestelle "Sprach-Kitas" zu erfragen. Zu beachten ist, dass der Posteingang des Antrags jeweils vor dem beabsichtigten Vorhabenbeginn (hier: erster Arbeitstag der zusätzlichen Fachkraft bzw. Fachberatung) liegen muss.
Wissenswertes:
Die Sprach-Kitas erhalten im Bundesprogramm gleich doppelte Unterstützung: Die Kita-Teams werden durch zusätzliche Fachkräfte mit Expertise im Bereich sprachliche Bildung verstärkt, die direkt in der Kita tätig sind. Diese beraten, begleiten und unterstützen die Kita-Teams bei der Weiterentwicklung der alltagsintegrierten sprachlichen Bildung. Zusätzlich finanziert das Programm eine zusätzliche Fachberatung, die kontinuierlich und prozessbegleitend die Qualitätsentwicklung in den Sprach-Kitas unterstützt. Sie qualifiziert die Fachkräfte innerhalb eines Verbundes von 10-15 Sprach-Kitas.

Die Schwerpunkte im Bundesprogramm "Sprach-Kitas"

- Alltagsintegrierte sprachliche Bildung: Kinder erlernen Sprache in anregungsreichen Situationen aus ihrer Lebens- und Erfahrungswelt. Alltagsintegrierte sprachliche Bildung orientiert sich an den individuellen Kompetenzen und Interessen der Kinder und unterstützt die natürliche Sprachentwicklung. Der gesamte Kita-Alltag wird genutzt, um die Kinder in ihrer Sprachentwicklung anzuregen und zu fördern.

- Inklusive Pädagogik: Eine inklusive Pädagogik ermutigt Kinder und Erwachsene, Vorurteile, Diskriminierung und Benachteiligung kritisch zu hinterfragen sowie eigene Gedanken und Gefühle zu artikulieren. Dies bedeutet, sowohl den Gemeinsamkeiten und Stärken von Kindern Aufmerksamkeit zu schenken als auch Vielfalt zu thematisieren und wertzuschätzen.

- Zusammenarbeit mit Familien: Eine vertrauensvolle und willkommen heißende Bildungs- und Erziehungspartnerschaft zwischen den pädagogischen Fachkräften und den Familien ist notwendig, um Kinder ganzheitlich in ihrer Sprachentwicklung zu begleiten. Denn Sprachbildung findet zuerst durch Eltern und zu Hause statt. Die Sprach-Kitas beraten die Eltern, wie sie auch zu Hause ein sprachanregendes Umfeld schaffen können.
Richtlinien:
Antragsberechtigt sind juristische Personen des öffentlichen oder privaten Rechts mit Sitz in Deutschland (Zuwendungsnehmer). Gefördert werden Träger von öffentlich geförderten Kindertageseinrichtungen bzw. von Fachberatungen für Kindertageseinrichtungen.

Die Träger können unter Maßgabe folgender Voraussetzungen gefördert werden:

- Die Kindertageseinrichtung wird grundsätzlich von mindestens 40 Kindern (ohne Schulkinder) besucht.
– Die Kindertageseinrichtung wird überdurchschnittlich häufig von Kindern mit besonderem Bedarf an sprachlicher Bildung und Sprachförderung besucht. Die Auswahlkriterien im Einzelnen werden durch landesbezogene Kooperationsverträge geregelt.
– Die Kindertageseinrichtung ist Teil eines Verbunds von grundsätzlich 10 bis 15 Einrichtungen, der von einer zusätzlichen Fachberatung angeleitet wird. Grundsätzlich ist einer nach dieser Förderrichtlinie förderfähigen Einrichtung, die noch keinem Verbund angehört, der Zugang zu einem Verbund nicht zu verwehren.
– Die zusätzliche Fachberatung selber ist grundsätzlich Teil der Trägerstruktur der Einrichtungen des Verbunds oder an den örtlichen Träger der öffentlichen Jugendhilfe bzw. an einen von ihm beauftragten Träger angebunden.
– Die Kindertageseinrichtung entwickelt ihre Einrichtungskonzeption bezüglich der Handlungsfelder sprachliche Bildung, Zusammenarbeit mit den Familien der Kinder sowie inklusive Bildung während der Programmlaufzeit weiter.
– Mit der Umsetzung des Bundesprogramms sind zusätzliche Aufgaben für die Einrichtungsleitung verbunden, wie z. B. Beteiligung an Inhouse-Schulungen, Teamentwicklung, Weiterentwicklung der
Einrichtungskonzeption etc. Deshalb benötigt die Einrichtungsleitung hierfür zeitliche Ressourcen. Die Antragstellerin/der Antragsteller erklärt, dass die Leitungskraft in angemessenem Umfang für Steuerungs-, Koordinierungs- und konzeptionelle Weiterentwicklungsaufgaben zur Verfügung steht.

(Quelle: sprach-kitas.fruehe-chancen.de > "Programm: Über das Programm" > "FAQs" & "Förderrichtlinie zum Bundesprogramm")
Die Standortkarte mit den bisher geförderten Einrichtungen und Fachberatungen kann unter sprach-kitas.fruehe-chancen.de > "Standortkarte" eingesehen werden.
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