Fördermöglichkeiten

Zwangsarbeit und vergessene Opfer – Erinnern an nationalsozialistisches Unrecht

Gefördert werden Projekte und Konferenzen, die geeignet sind, Brücken für ein Verständnis vielfältiger europäischer Erinnerungskulturen zu bauen. Zur Umsetzung eines multiperspektivischen und transnationalen Ansatzes werden internationale Kooperationen befürwortet.

Förderfelder:
Soziale Integration , Interkultureller Austausch , Bildung / Erziehung , Demokratieförderung
Art der Organisation:
Öffentliche Förderung
Steckbrief:
Zwangsarbeit war eines der Massenverbrechen in der Zeit des Nationalsozialismus. Über 20 Millionen Menschen aus vielen Teilen Europas waren davon betroffen. NS-Zwangsarbeit war zugleich ein organisiertes Staats- und Gesellschaftsverbrechen, das auf einem rassistischen Menschenbild basierte. Neben den Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern gibt es viele Opfergruppen nationalsozialistischer Gewalt, denen bis heute die gesellschaftliche Aufmerksamkeit und Anerkennung in Deutschland und anderen Ländern Europas verwehrt geblieben ist. Die Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" setzt sich dafür ein, dass an dieses Unrecht erinnert wird, und dass die Auseinandersetzung damit ein Teil europäischer Erinnerungskulturen wird.

Alle Informationen zur Förderung lassen sich auch unter stiftung-evz.de > "Auseinandersetzung mit der Geschichte" > "Zwangsarbeit und vergessene Opfer" finden.

Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft"

Friedrichstraße 200
10117 Berlin

Telefon: 030 25 92 97-0
Fax: 030 25 92 97-11
E-Mail: infostiftung-evz.de
Internet: www.stiftung-evz.de
Rechtsform:
Stiftung des öffentlichen Rechts
Antragsinfo:
Ein Antragsformular ist bei der Organisation erhältlich
Antrag:
Die beiden Antragsformulare für eine Projektförderung sowie einen Konferenzzuschuss lassen sich unter stiftung-evz.de > "Auseinandersetzung mit der Geschichte" > "Zwangsarbeit und vergessene Opfer" herunterladen.
Antrags-Hilfe:
Projektförderung:
Die Anträge sind als PDF-Datei per Email bis zum Einsendeschluss einzusenden. Zusätzlich wird um die unterschriebene Fassung des Antrags im Original per Post gebten. Eine Projektberatung ist nicht vorgesehen. Frühester Projektbeginn ist der 01. April des darauffolgenden Jahres.

Die Projektanträge sind zu richten an:
Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft"
z. H. Martin Bock
Friedrichstr. 200
10117 Berlin
Germany
Fax. +49 (0)30 25 92 97-11
E-Mail: zavo@stiftung-evz.de

Konferenzzuschuss:
Die Stiftung EVZ bietet an, interessierte Antragstellerinnen und Antragsteller zu beraten, z.B. aufgrund von kurzen Ideenskizzen, die auch per E-Mail eingereicht werden können, oder telefonisch. Danach ist ein förmlicher Antrag einzureichen.

Information, Beratung und Kontakt
Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft"
Martin Bock, Programmleitung
Lindenstraße 20–25
10969 Berlin
Tel.: + 49 (30) 25 92 97-48
Fax: +49 (30) 25 92 97-11
zavo@stiftung-evz.de
Einreichfristen:
Bewerbungsfrist für die Projektförderung ist der 13. Oktober. Konferenzzuschüsse können laufend beantragt werden.
Wissenswertes:
Fördersumme Projektförderung:
Gefördert werden voraussichtlich höchstens sechs Projekte zu NS-Zwangsarbeit und vier Projekte zu vergessenen Opfergruppen. Die maximale Förderung beträgt 60.000 Euro, die maximale Förderdauer zwei Jahre. Von Einrichtungen in kommunaler, staatlicher und kirchlicher Trägerschaft wird ein angemessener Eigenbeitrag erwartet. Die Einwerbung von Drittmitteln begünstigt die Bewertung des Antrags.

Höhe der Förderung und Laufzeit von Konferenzen:
Für die Bezuschussung von Konferenzen stehen insgesamt ca. 100.000 Euro pro Jahr zur Verfügung. Damit können voraussichtlich etwa fünf Projekte gefördert werden. Die Förderung kann bis zu 50 Prozent der Projektkosten betragen. Ein angemessener Eigenbeitrag des Projektträgers wird erwartet.
Satzung:
Satzung der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" (Auszug)

§ 1
Name, Rechtsform, Sitz
Die Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" ist gemäß § 1 EVZStiftG eine rechts-fähige Stiftung des öffentlichen Rechts mit Sitz in Berlin.

§ 2
Stiftungszweck
Der Stiftungszweck ergibt sich aus § 2 EVZStiftG.

Die Stiftung wird sich bei der Verwirklichung des Stiftungszwecks für die Umsetzung und Wahrung der Ziele der Gemeinsamen Erklärung vom 17. Juli 2000 anlässlich des Abschlussplenums des Vorbereitungsausschusses zur Errichtung der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" einsetzen.

Die vollständige Satzung steht unter stiftung-evz.de > "Stiftung: Satzung der Stiftung EVZ" zur Verfügung.
Richtlinien:
Wer kann gefördert werden?
Projektförderung: Die Ausschreibung richtet sich an gemeinnützige Organisationen und zivilgesellschaftliche Initiativen in Europa. Es können nur juristische Personen gefördert werden. Kommerzielle Organisationen können als Kooperationspartner von gemeinnützigen Institutionen beteiligt sein, wenn das Projekt ausschließlich gemeinnützigen Zwecken dient.
Konferenzzuschüsse: Projektbewerbungen können Bildungseinrichtungen, Museen, Gedenkstätten, Archive, zivilgesellschaftliche Initiativen, gemeinnützige Organisationen, Geschichtswerkstätten u.a. einreichen.

Was wird gefördert?
Projektförderung:
- Gefördert werden Projekte von internationaler Ausstrahlung, die die Erinnerung an Zwangsarbeit und an vergessene Opfergruppen in der Erinnerungskultur eines Landes, der beteiligten Länder oder europäischer Regionen verankern.
- Bei Projekten zu vergessenen Opfergruppen werden insbesondere die
Erinnerung an die Opfer der NS-"Euthanasie", an die Verfolgung der sowjetischen Kriegsgefangenen sowie an die zwangsgermanisierten Kinder berücksichtigt.
- Lokale Projekte können eine Förderung erhalten, wenn sie einen Pilotcharakter für andere Regionen haben.
- Besonders erwünscht sind Formate digitaler Geschichtsvermittlung, die Einbindung von Social-Media-Aktivitäten sowie multimediale Formate, die eine aktive Auseinandersetzung mit den Themen fördern und einen ortsunabhängigen Austausch über Geschichte ermöglichen.
Konferenzzuschüsse:
Gefördert werden können überregionale, nationale und internationale Tagungen bzw. Themenblöcke dieser Tagungen, die sich mit der Geschichte oder Rezeption nationalsozialistischer Zwangsarbeit oder der oben genannten Opfergruppen befassen und diese im Kontext anderer Fragestellungen und Themen behandeln. Es können Personal- und Sachkosten für die Vorbereitung, Durchführung und Dokumentation dieser Themenblöcke finanziert werden.

Förderkriterien Projektförderung:
- Das Projekt hat einen transnationalen Ansatz.
- Das Projekt wird aktiv von den Teilnehmenden mitgestaltet.
- Die Projektergebnisse sind einer möglichst breiten Öffentlichkeit zugänglich.
- Das Projekt basiert auf einer gleichberechtigen Kooperation, die sich nicht zuletzt in den beantragten Kosten abbildet.
- Online-Projekte werden zwei Jahre nach dem Ende des Förderzeitraums aktualisiert, gepflegt und nachhaltig genutzt.
- Geschlechtergeschichtliche Aspekte werden berücksichtigt.

(Quelle: stiftung-evz.de > "Auseinandersetzung mit der Geschichte" > "Zwangsarbeit und vergessene Opfer" > "Projektförderung: Ausschreibung" sowie "Konferenzzuschüsse: Ausschreibung")
Eine Übersicht bereits geförderter Projekte lässt sich unter stiftung-evz.de > "Auseinandersetzung mit der Geschichte" > "Zwangsarbeit und vergessene Opfer" > "Geförderte Projekte" finden.
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