Prävention von religiös begründetem Extremismus

Die Fachstelle PREvent!on greift die neuen Herausforderungen in der pädagogischen Arbeit mit Jugendlichen im Themenfeld des religiös begründeten Extremismus auf. Es geht darum, frühzeitig die Anzeichen zu erkennen, wenn das demokratische Wertesystem verlassen und durch einfache richtig-/falsch-Zuordnungen ersetzt wird. Die Fachstelle bietet Vorträge zur Sensibilisieren und thematischen Einführung zu religiös begründetem Extremismus, Workshops zum Verhältnis Demokratie und Religion, Qualifizierung sowie Beratung und Unterstützung bei der Prävention vor Ort an.

Die Qualifizierung vermittelt Wissen in den Themenfeldern Islam, Neo-Salafismus, Radikalisierung und Prävention. Die Teilnehmenden werden dazu befähigt, im Kontext ihres Arbeitsalltags präventiv gegen Radikalisierungstendenzen vorzugehen und entsprechende Anzeichen zu deuten. Die Qualifizierung Zertifizierung bildet die Grundlage dafür, als Referent / Referentin Workshops und Planspiele umzusetzen.

Die Qualifizierung umfasst neun Fortbildungstagen, die in fünf Modulen zusammengefasst werden. Eine Übersicht über die Module sowie die Termininierung finden Sie hier.


Informationen zur Tätigkeit

Die Kontaktpersonen werden in der Qualifizierung dazu befähigt, Radikalisierungstendenzen bei (jungen) Menschen zu erkennen und richtig einzuschätzen. Sie fungieren dabei als niedrigschwellige Ansprechperson, die in der Lage ist, eine Ersteinschätzung vorzunehmen, wenn die Vermutung einer Radikalisierung im religiös begründeten Kontext vorliegt.

Vertiefende Informationen zum Konzept finden Sie hier.


Fortbildung im Modul-System
Das Qualifizierungskonzept des Demokratiezentrums folgt einem „Baukasten“-Prinzip. Interessierte können an einzelnen Modulen teilnehmen, angehende Beraterinnen und Berater müssen eine bestimmte Anzahl und manche Bereiche verpflichtend absolvieren, die im Demokratiezentrum bereits tätigen Referentinnen und Referenten frischen ihre Kenntnisse gezielt auf.

Alle weiteren Infos zu den Inhalten und den Terminen der Module finden Sie in unserem aktuellen Qualifizierungsflyer.


Zertifizierung und Re-Zertifizierung

Zur Zertifizierung als Kontaktperson ist für die Qualifizierung im Themenfeld des religiös begründeten Extremismus folgendes erfolrderlich:

  • Die aktive Teilnahme an den fünf Modulen des Themenbereichs.
  • Einschlägige abgeschlossene Berufsausbildung und mind. 3 Jahre Berufserfahrung.

Folgende Unterlagen müssen eingereicht werden, um die Zertifizierung zu erreichen:

  • Tabellarischer Lebenslauf
  • Motivationsschreiben
  • Erweitertes polizeiliches Führungszeugnis
  • Selbstauskunft des Demokratiezentrums

Die Zertifizierung gilt für 3 Jahre und muss durch eine Re-Zertifizierung aufrecht erhalten werden. Die Re-Zertifizierung erfolgt durch die neuerliche Teilnahme an den Modulen P2 und P3 sowie der Teilnahme am jährlich stattfindenden Netzwerktreffen.


Einzelteilnahme an Modulen

Vorbehaltich der verfügbaren Plätze ist auch eine Einzelteilnahme ab einzelnen Modulen möglich, ohne eine Zertifizierung als „kommunaler Berater“ / kommunale Breaterin anzustreben. Sollten Sie sich später doch für die Absolvierung der kompletten Qualifierzierung entscheiden, wird Ihnen die Einzelteilnahme angerechnet.

Für die Einzelteilnehme ist das Einreichen der o.g. Unterlagen nicht notwendig.


Sie möchten sich für diese Qualifizierung anmelden?

Unter info@demokratiezentrum-bw.de können Sie die Unterlagen zur Anmeldung anfordern.


Sie interessieren sich auch für Qualifizierungen in anderen Themenfeldern?

Wir bieten unsere modularen Fortbildungen auch zur Beratung im Themenfeld Rechtsextremismus und zur Beratung für Betroffene von rechter Gewalt.


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