Arbeitsgespräch und Theaterbesuch mit Schulklassen – Pressemitteilung der Stadt Pforzheim

Bericht

Bürgermeisterin Sibylle Schüssler und Bundestagsabgeordnete Katja Mast bei der Regionalen Anlaufstelle Demokratiezentrum

(stp/sb). Bürgermeisterin Sibylle Schüssler hat die Bundestagsabgeordnete Katja Mast zu einem Arbeitsgespräch bei der „Regionalen Anlaufstelle Demokratiezentrum“ der Stadt Pforzheim gegen Rechtextremismus und  religiös begründete Radikalisierung empfangen. Bei einer gemeinsamen Besichtigung der Räumlichkeiten und dem anschließenden Gespräch erhielt Katja Mast von Claudia Karabensch, Sachgebietsleiterin Jugendsozialarbeit an Schulen im Jugend- und Sozialamt der Stadt Pforzheim, und Mohamed Zakzak von der Regionalen Anlaufstelle Demokratiezentrum Einblicke in deren Arbeit, informierte sich über die Herausforderungen vor Ort und tauschte sich im Dialog mit den Verantwortlichen der Regionalen Anlaufstelle Demokratiezentrum aus. Daneben nahm Günter Bressau von der Landeskoordinierungsstelle Demokratiezentrum an dem Treffen teil. „Die Regionale Anlaufstelle Demokratiezentrum leistet einen sehr wichtigen Beitrag im Bereich der Extremismusprävention. Sie ist eine nicht mehr wegzudenkende Schnittstelle, um frühzeitig zu sensibilisieren und Radikalisierungstendenzen zu erkennen und entgegenzuwirken“, charakterisierte Bürgermeisterin Sibylle Schüssler die Arbeit.  Die Angliederung der Anlaufstelle an das Sachgebiet Jugendsozialarbeit an Schulen und die daraus entstehenden niederschwelligen Zugänge zu den Jugendlichen und jungen Menschen sieht die Dezernentin als entscheidenden Vorteil: „Die Anlaufstelle ist in ein bereits gut funktionierendes Kooperationssystem eingebettet.“

Im Anschluss besuchten Sibylle Schüssler und Katja Mast eine Aufführung des Theaterpräventionsprojekts „Jungfrau ohne Paradies“ für Schülerinnen und Schüler der Otterstein-Realschule und der Fritz-Erler-Schule mit anschließender Diskussionsrunde. „Insbesondere heutzutage ist es enorm wichtig, dass Jugendliche und junge Menschen für unsere Demokratie, unsere Verfassung, und unser Wertesystem einstehen. Wir müssen Sie stärken, diesen Schatz zu bewahren, und denen dankbar sein, die uns dies in der Vergangenheit ermöglicht haben“, stellte Mast heraus. Sie habe sich einen Einblick in die wertvolle Arbeit der Regionalen Anlaufstelle Demokratiezentrum in Pforzheim verschaffen können und sei beeindruckt von dem Theaterstück „Jungfrau ohne Paradies“. „Ich gehe heute reicher nach Hause, als ich gekommen bin“, fasst Mast ihre Eindrücke zusammen. Sibylle Schüssler ergänzt: „Das Theaterpräventionsprojekt hat mich sowohl von schauspielerischen Seite überzeugt und von den Reaktionen der Schülerinnen und Schüler berührt und sehr beeindruckt.“

Die Regionale Anlaufstelle Demokratiezentrum Stadt Pforzheim existiert seit August 2017 und wurde in Kooperation mit dem Demokratiezentrum Baden-Württemberg beim Jugend- und Sozialamt im Sachgebiet Jugendsozialarbeit an Schulen ins Leben gerufen. Die Regionale Anlaufstelle Demokratiezentrum der Stadt Pforzheim leistet Aufklärungsarbeit in Form von Workshops in Schulen, bei Elternabenden und Informationsveranstaltungen, etwa zum Thema rechter oder islamistischer Radikalisierungsprozesse sowie Schulungen von Multiplikatoren am Standort Schule und bei weiteren Kooperationspartnern in Pforzheim. Ziel ist es, Radikalisierungsprozesse frühzeitig zu erkennen und diesen entgegenzutreten sowie Maßnahmen der Prävention und De-Radikalisierung anzubieten. Die Regionale Anlaufstelle Demokratiezentrum fördert somit die Früherkennung, Vermeidung und Umkehrung von Radikalisierungsprozessen. In Kooperation mit dem interaktiv aufgebauten Theaterstück „Jungfrau ohne Paradies“ arbeitet die Anlaufstelle Demokratiezentrum die Problematik der Radikalisierungsprozesse religiös begründetem Extremismus emotional auf. Auf diese Weise gelingt es, Zugänge zu den Schülerinnen und Schüler zu erhalten, Präventionsarbeit zu leisten und Radikalisierungsprozesse entgegenzuwirken.


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