Länderübergreifender Austausch zur Extremismusprävention in Heidelberg

Bericht

Die Demokratiezentren in den Bundesländern verfolgen unterschiedliche Ansätze, aber die gleichen Ziele: Extremismusprävention, Demokratieförderung und Unterstützung von Engagierten sowie von Betroffenen. Dazu gab es am 27. und 28. Juni ein länderübergreifendes Austauschtreffen der Landeskoordinierungsstellen im Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma in Heidelberg.

Die Leiterinnen und Leiter der Demokratiezentren aus Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, dem Saarland und Rheinland-Pfalz vernetzen sich über das „Forum Demokratie leben! SüdWest“ und haben sich über Beispiele guter Präventionsarbeit in den Ländern ausgetauscht und Kooperationsmöglichkeiten besprochen.

Unter anderem wurden die neue Meldestelle der Jugendstiftung Baden-Württemberg, „respect! Meldestelle Hetze im Internet“, das Pilotprojekt der Dialogwerkstätten des Demokratiezentrums Hessen mit dortigen Volkshochschulen sowie der von der Landeskoordinierungsstelle Bayern moderierten „Dialog Polizei und Zivilgesellschaft“ vorgestellt und diskutiert.

Bei der Führung durch die ständige Ausstellung, in der die Geschichte der Verfolgung und systematischen Vernichtung der Sinti und Roma in der Zeit des Nationalsozialismus nachgezeichnet wird, wurde deutlich, dass das Phänomen der Abwertung und Ausgrenzung auch heute noch aktuell ist und sich als sogenannter „Antiziganismus“ zeigt, dem in den Demokratiezentren mit Aufklärungsarbeit präventiv begegnet werden muss.

 

 

 

 

Von Autor: Günter Bressau; Fotos: Demokratiezentrum Baden-Württemberg

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