Universität Tübingen beruft Professorin für Sozialwissenschaftliche Antisemitismusforschung
Friederike Lorenz-Sinai übernahm zum 1. März den neu geschaffenen Lehrstuhl für Sozialwissenschaftliche Antisemitismusforschung an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Tübingen. Am Institut für Rechtsextremismusforschung (IRex) wird sie zum Umgang mit Gewalt- und Diskriminierungsphänomenen in regionaler und internationaler Ausrichtung forschen und lehren. Zudem wird sie Forschungsergebnisse an zivilgesellschaftliche Organisationen weitergeben.
Mit der Berufung von Friederike Lorenz-Sinai auf die Professur für Sozialwissenschaftliche Antisemitismusforschung sind jetzt alle Lehrstühle am IRex besetzt. Mit vier Professuren zur Rechtsextremismusforschung und seiner strukturellen Verankerung ist das Institut bundesweit einzigartig. Die Einrichtung durch das Land Baden-Württemberg ging auf eine Handlungsempfehlung des zweiten baden-württembergischen NSU-Untersuchungsausschusses zurück.
Projekt „Atlas“: Digitale Trends im Fokus
Viele Jugendliche sind online ständig präsent – und gleichzeitig nehmen Einsamkeit und Isolation zu. Der digitale Rückzug macht es schwieriger, Warnsignale zu erkennen oder die jungen Menschen zu unterstützen. Das Projekt „Atlas“ erkundet diese digitalen Lebenswelten, um Brücken zu realen Begegnungen zu schlagen und Teilhabe zu stärken. Es spürt digitale Trends auf, analysiert sie und wandelt sie in konkrete Hilfen für Fachkräfte der Jugendsozial- und Integrationsarbeit um. „Atlas“ bietet Einblicke in schwer erreichbare Onlineräume, bietet Austauschformate, Onlinesprechstunden, E-Learning-Angebote und praktische Handreichungen.
„Atlas“ ist ein Projekt der Landesarbeitsgemeinschaft Mobile Jugendarbeit/Streetwork Baden-Württemberg e. V. Es wird finanziert durch das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration aus Landesmitteln, die der Landtag von Baden-Württemberg beschlossen hat.
Fachtag „Demokratieförderung in Betrieben“
Eine starke Wirtschaft braucht eine starke Demokratie – und umgekehrt. Demokratie schafft die Grundlage für Rechtssicherheit, Planungssicherheit und fairen Wettbewerb, zentrale Voraussetzungen für Innovation, Fachkräftesicherung und wirtschaftlichen Erfolg. Doch die demokratische Kultur gerät zunehmend unter Druck: Polarisierung, Extremismus und Desinformation gefährden das Vertrauen in Institutionen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Der Fachtag „Demokratieförderung in Betrieben“ am 24. April 2026, den die Industrie- und Handelskammer Region Stuttgart zusammen mit Südwestmetall und der Landeszentrale für politische Bildung veranstaltet, bietet in Vorträgen und Workshops praxisorientierte Ansätze und Anregungen, um Demokratieförderung in Betrieben und in der Ausbildung aktiv zu gestalten.
Die Anmeldung ist hier möglich.
Fachtag StopHate – Gemeinsam gegen Desinformation
Am 18. Juni 2026, an dem von der UN ausgerufenen Internationalen Tag für die Bekämpfung von Hetze, beschäftigt sich der Fachtag #StopHate – Gemeinsam gegen Desinformation von „REspect! im Netz“ mit aktuellen Mechanismen und Trends digitaler Desinformation. Die Veranstaltung findet in Mannheim statt, die Teilnahme ist kostenlos. Der Fachtag richtet sich an Fachkräfte aus Schule und Jugendarbeit, an Vertreter von Sicherheitsbehörden und Justiz sowie an Akteure aus Medien, Wissenschaft und Zivilgesellschaft.
Weitere Informationen finden Sie hier.