Fortbildung „Interdependenzbewusst gegen Antisemitismus und Rassismus“
Debatten über importierten Antisemitismus oder ein christlich-jüdisches Abendland erwecken den Eindruck, als stünden von Antisemitismus und Rassismus Betroffene in Konkurrenz oder gar im Konflikt. Eine zweitägige Fortbildung am 5. und 6. Mai in Freiburg widmet sich Konzepten und Strategien, um Antisemitismus und Rassismus wirksam zu bekämpfen. Die Landeszentrale für politische Bildung und BildungsBausteine e. V. organisieren die Veranstaltung. Sie richtet sich an (sozial-) pädagogische Fachkräfte, Lehrkräfte, Multiplikator*innen aus verwandten Bereichen, zivilgesellschaftlich Engagierte und alle Interessierten.
Weitere Informationen sind hier zu finden.
Protest, Radikalisierung und Neuanfang
„Wir wolln euch mal wat fragen“ – Was bedeuten Anpassung, Repression, Ausgrenzung, aber auch Protest, Radikalisierung und Neuanfang? Dieser Frage widmet sich am 5. Mai um 17.30 Uhr eine Veranstaltung der Partnerschaft für Demokratie Göppingen in der Kunsthalle Göppingen. Ingo Hasselbach und Nadja Klier berichten als Zeitzeugen aus unterschiedlichen, sich ergänzenden Blickwinkeln vom Aufwachsen und Leben in der DDR. Sie sprechen über Gewalt, Freiheitsentzug, Überwachung und Ausbürgerung – ebenso über persönliche Brüche, Verantwortung und die Frage, wie sie das Erlebte verarbeiten. Ingo Hasselbach erzählt von seiner Jugend als Punk in Ost-Berlin, von Haftstrafen, seinem Weg in den Rechtsextremismus und dem radikalen Ausstieg aus der Szene bis zur Präventionsarbeit als Mitbegründer von EXIT Deutschland. Nadja Klier schildert ihre Kindheit in der Ost-Berliner Kulturszene und die abrupte Ausbürgerung ihrer Familie 1988, die ihr Leben grundlegend veränderte.
Gefahr durch die Grauen Wölfe
„Unterschätzt, präsent, radikal: Gefahr durch die Grauen Wölfe“ – so lautet der Titel einer Veranstaltung, die am 6. Mai von 18.30 bis 20.30 Uhr im Forum Theater in Stuttgart stattfindet.
Die Grauen Wölfe, eine türkisch-rechtsextreme und ultranationalistische Bewegung, sind auch in Deutschland aktiv. Mit mehr als 12.000 Anhängern bilden sie die zweitgrößte rechtsextreme Organisation im Land. Ihre Ideologie, Strukturen und Gefahren und mögliche Gegenmaßnahmen werden bei einer Podiumsdiskussion der Friedrich-Ebert-Stiftung behandelt. Zu den Gästen gehören unter anderem Dr. Ismail Küpeli und ein Vertreter des Landesamts für Verfassungsschutz.
Das Programm und Informationen zur Anmeldung finden Sie hier
Ausschreibung zur Prävention und Bekämpfung von gewalttätigem Extremismus und Radikalisierung
Die Europäische Kommission fördert Projekte, die Radikalisierung und gewalttätigen Extremismus in der EU eindämmen. Im Mittelpunkt steht die Stärkung zivilgesellschaftlicher Organisationen, die Online-Initiativen mit lokaler Präventionsarbeit verknüpfen. Unterstützt werden Vorhaben, die digitale Resilienz und sozialen Zusammenhalt stärken, extremistische Ideologien bekämpfen und gezielt Jugendliche, Eltern, Lehrkräfte sowie betroffene Gemeinschaften einbeziehen. Ziel ist eine strategische Prävention mit langfristiger Wirkung. Die Antragsfrist endet am 27. Mai 2026.
Mehr Informationen finden Sie hier.
Politikstile und ihre Folgen
„Politikstile – wie Medien sie deuten und warum Emotionen und Symbole das Demokratievertrauen beeinflussen“ ist das Thema einer Veranstaltung am 21. Mai, 19 Uhr, im Haus der Katholischen Kirche in Stuttgart. Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit der Heinrich Böll Stiftung und der Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg statt. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Anmeldungen sind bis zum 19. Mai hier möglich.
Fachmesse „Demokratiewerkstatt“
Die Fachmesse „Demokratiewerkstatt“ im Rahmen des Programms „Wir sind dabei! – Werkstätten der Demokratie“ der Baden-Württemberg Stiftung bietet praxisnahe Impulse, neue Methoden und Anregungen zur Demokratiebildung. Geförderte Projekte stellen am 21. Juli von 12.00 bis 17.30 Uhr im Impact Hub in Stuttgart ihre Ergebnisse vor. Das Spektrum reicht von Methodensammlungen über Spiele bis zu Medienprodukten, die Demokratie greifbar und gestaltbar machen. Die Teilnahme ist kostenfrei, das Programm und Informationen zur Anmeldung finden Sie hier.
Neues Pilotprojekt der Stiftung Weltethos
Das Pilotprojekt „Dazwischen – Antisemitismus- und rassismuskritische Kompetenzen in kommunalen Räten der Religionen?“ der Stiftung Weltethos stärkt Mitarbeitende in Kommunen sowie Engagierte in Räten der Religionen im Umgang mit Antisemitismus und Rassismus. Jüdisch-muslimische Tandems begleiten ausgewählte Kommunen und ihre Räte der Religionen ein Jahr lang. Ziel ist es, durch Workshops und Dialogformate konkrete Kompetenzen zu fördern, Räume für Austausch zu stärken und Handlungssicherheit im Umgang mit sensiblen Themen zu entwickeln. Offenburg und Reutlingen stehen als Standorte bereits fest, ein dritter Standort wird noch gesucht.
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Fachtag StopHate – Gemeinsam gegen Desinformation
Am 18. Juni, an dem von der UN ausgerufenen Internationalen Tag für die Bekämpfung von Hetze, beschäftigt sich der Fachtag #StopHate – Gemeinsam gegen Desinformation von „REspect! im Netz“ mit aktuellen Mechanismen und Trends digitaler Desinformation. Die Veranstaltung findet in Mannheim statt, die Teilnahme ist kostenlos.
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Filmfestival DOKVILLE 2026
Demokratische Gesellschaften geraten weltweit unter Druck. Multilaterale Prinzipien verlieren an Bedeutung, während populistische Akteure an Einfluss gewinnen. Desinformation, Diffamierung und algorithmisch verstärkte Polarisierung untergraben die Glaubwürdigkeit journalistischer Medien und vergiften den öffentlichen Diskurs. Der Branchentreff DOKVILLE 2026, organisiert vom Haus des Dokumentarfilms in Stuttgart, widmet sich am 18. und 19. Juni im Hospitalhof Stuttgart der Verantwortung und den Perspektiven für unabhängigen, aufgeklärten Journalismus und die Dokumentarfilmbranche. Die Veranstaltung wird auch im Livestream übertragen.
Aktuelle Informationen zu Programm und Gästen finden Sie hier.
Infos über rechtsextreme Online-Subkulturen
Digitale Räume spielen eine zunehmend zentrale Rolle in der Radikalisierung junger Menschen, besonders in rechtsextremen Online-Subkulturen. Plattformübergreifende Netzwerke, geschlossene Gruppen und algorithmisch verstärkte Inhalte schaffen neue Dynamiken, die für Fachkräfte oft schwer greifbar sind.
Im Rahmen des Projekts ATLAS Connect gibt Dr. Daniel Köhler am 28. Mai, 10.30 bis 12.00 Uhr, bei einer Online-Veranstaltung Einblicke in zwei aktuelle Phänomene: die „Terrorgram“-Szene, ein lose organisiertes digitales Netzwerk jugendlicher Rechtsterroristen, und die unter „764/Com“ bekannte Gruppe, die zuletzt durch den „White Tiger“-Fall in Hamburg Schlagzeilen machte.
Köhler ist wissenschaftlicher Leiter des Kompetenzzentrums gegen Extremismus in Baden-Württemberg (konex) im Staatsschutz- und Anti-Terrorismuszentrum des Landeskriminalamts Baden-Württemberg. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen in der Analyse extremistischer Netzwerke sowie in der Erforschung von Radikalisierungsprozessen.
Anmeldungen sind hier möglich.